Sydow-Brief nicht gleichwertig mit Gripen-Offert

Ergänzende Gegendarstellung zum Presse-Bericht von 31. Oktober 2002

Wien (BMLV) - Das Verteidigungsministerium stellt zum heutigen Presse-Bericht "Neue Wendung bei Abfangjägern: Gripen viel billiger" ergänzend klar:****

Der zitierte Brief des mittlerweile zurück getretenen schwedischen Verteidigungsministers Björn von Sydow ist ein persönliches Schreiben an seinen österreichischen Amtskollegen Herbert Scheibner. Es war mit 3. September 2002 datiert und traf daher etwa 4 Monate nach Ende der Anbotsfrist (Ende April 2002) in Österreich ein. Der Gripen-Produzent Saab hat bekanntlich um die Draken-Nachfolge mitgeboten und umfangreiche Unterlagen vorgelegt. Die Bewertung ist Anfang Juli 2002 abgeschlossen worden.

Dem gegenüber steht ein zweiseitiges Schreiben mit zwei kurzen Absätzen zum Gripen. Die Aussagen sind nicht konkret genug, um seriöse Ableitungen bzw. Einschätzungen treffen zu können. Das betrifft insbesondere die Gesamtkosten, die Materialerhaltung, die Betriebskosten und die Ausbildung der Piloten.

Ferner erfüllt keine der im Brief angesprochenen Möglichkeiten die Musskriterien der Leistungsbeschreibung (z.B. wesentliche Defizite in der Kommunikations- und Navigationsausstattung). Der ehemalige schwedische Verteidigungsminister geht in diesem Brief auch nicht auf Gegengeschäfte ein, die eine wesentliche Voraussetzung für die Typenentscheidung waren.

31. Oktober 2002 Dr. Schober (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Presse- und Informationsdienst - PID
Tel: +43 1 5200-0
pid1@bmlv.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001