November: 1000 Unfälle pro Tag

Welche Unfälle werden im November passieren und wie sind sie zu vermeiden? "Sicher Leben" gibt Tipps

Wien (OTS) - Das trübe November-Wetter verleitet viele sich wieder in ihre eigenen vier Wände zurückzuziehen. Grippeviren greifen um sich und rufen überall verschnupfte Nasen hervor - die beste Zeit also, sich mit einer schönen heißen Tasse Tee daheim zurückzulehnen und den grauen Alltag vor der Tür zu lassen. Freizeitsportler zieht es hinein in die Hallen. Auch die Unfallsituation wird sich dementsprechend entwickeln: Im November 2001 passierten mehr als die Hälfte (52 %) der Heim- und Freizeitunfälle in der Wohnung, 17 Prozent auf Verkehrsflächen und 14 Prozent in der näheren Umgebung der Wohnung (z.B. Garten, Garage).

Was verändert sich?

Während sich im September 2001 noch 52.000 Personen bei einem Heim-, Freizeit- und Sportunfall so schwer verletzten, dass sie im Spital behandelt werden mussten werden es im November "nur" mehr 31.000 sein. In Vorbereitung auf den Winter finden bereits viele Aktivitäten drinnen statt. Nur mehr hartgesottene Jogger oder Fußballspieler wagen sich nach draußen und die Inline-Skates werden endgültig eingemottet - mit weniger Sportunfällen ist zu rechnen. Statt im Freien spielen ist Fernsehen, Computerspielen oder das gute alte Brettspiel in den eigenen vier Wänden angesagt - auch hier wird weniger passieren. Laufen und Gehen wird hingegen gefährlicher. Nieselregen und Bodenfrost machen Gehwege denkbar unsicher. Auch der Haushalt tritt in punkto Unfallsituation wieder stärker in den Vordergrund. Wer Frischluft will geht eislaufen - die Saison hat bereits begonnen.

Was passiert?

Typische Unfälle für den "dunklen" Monat sind: Ausrutschen auf nassem Laub oder vereisten Untergrund, Unfälle am Friedhof, beim Teekochen mit heißem Wasser verbrühen, mit dem Messer schneiden etc. Für Sportbegeisterte kommt es durch
die geänderten Hallengegebenheiten zu Unfällen wie zum Beispiel: Beim Fußballspielen in der Halle auf Parkett ausgerutscht, Stürze, Fouls und Zusammenprallen beim Eishockey- und Fußballspielen, durch Ungeübtsein beim Eislaufen gestürzt.

Tipps für ein unfallfreies Heim-, Freizeit- und Sportvergnügen

Gegen Ausrutschen hilft festes Schuhwerk: Profilsohle und größere Absätze erhöhen die Reibung und geben besseren Halt. Hektik vermeiden: Wer mehr Zeit für seine Wege einplant, kommt sicherer ans Ziel

Am Friedhof: Alte gebrechliche Menschen sollten möglichst mit Begleitung gehen. Wird ein wackeliger Stein entdeckt - sofort sanieren lassen! Im Falle eines Unfalles haftet in erster Linie der Besitzer des Grabes

Beim Eislaufen: Handschuhe und Helme für Kinder! Bremsbereit und dem eigenen Können angepasst laufen. Mit Rücksicht auf Langsamere fahren. Rechtzeitig Pausen einlegen, um Übermüdung und unkonzentriertes Eislaufen zu vermeiden. Die Regeln auf Eislaufplätzen beachten, immer der Fahrtrichtung entsprechend laufen und nicht durch unüberlegte Aktionen andere gefährden. Fair Play beim Eishockey!

Zu Hause: Besser auf einen elektrischen Teekocher verzichten, denn das herunterhängende Kabel zieht Kinder besonders an! Schlimme Verbrühungen können die Folge sein.

Im Garten: Verwenden Sie bei der Holzarbeit nur eine ausreichend scharfe Axt, festes Schuhwerk und eine Schnittschutzschürze. Beim Hantieren mit einer Kreissäge keine Handschuhe anziehen!

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Institut Sicher Leben
Mag. Gabriele Hinterkörner
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