SJ-Dvorak: "Die wahre Satire ist die schwarz-blaue Realität"

Sozialistische Jugend Wien präsentiert Satire-Homepage www.tschuessel.at

Wien (OTS) - Die SJ-Wien beehrt sich, die PressevertreterInnen und MitarbeiterInnen der Wahlkampfabteilung für Gegnerbeobachtung in den Parteizentralen von FPÖ und ÖVP auf die Satire-Homepage www.tschuessel.at hinzuweisen. Neben dem ÖVP-Wahlkampfprogramm wie es korrekterweise lauten müsste, finden Sie auf der Seite etwa einen Psychotest ("Sind Sie ein echter Konservativer?") der helfen soll, die eigene politische Verortung zu erleichtern. Darüber hinaus gibt es unter www.tschuessel.at laufend neue Satire-e-cards zu versenden.

Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, Ludwig Dvorak, stellte zu bereits erhobenen Vorwürfen, die Inhalte der Seite seien zum Teil polemisch und untergriffig, fest: "Wir haben uns ja nach Kräften bemüht, sowohl Inhalte als auch Personen von schwarz-blau zu karrikieren, dabei aber eine ähnliche Erfahrung gemacht wie viele österreichische Kabarettisten in den letzten Jahren: Die härteste Konkurrenz ist die Realität!" Als Beispiel nannte Dvorak Innenminister Ernst Strasser: "Wenn sich eine angeblich christlich-soziale Partei wie die ÖVP damit brüstet, eine Asylpolitik zu machen, dass die Heide weint, dann ist die satirische Aufarbeitung derselben praktisch nicht mehr möglich".

Ähnliches ließe sich über die FPÖ sagen, so Dvorak: "Liebhaber des schwarzen Humors sparen sich seit zweieinhalb Jahren die Karten fürs Kabarett, weil die Witze, die dort geboten werden, an einen Herren Frauenminister Haupt und einen Volksanwalt Stadler qualitativ eh nicht heranreichen. Die unvergleichliche Parodie auf sich selbst, nach dem Bruch sämtlicher Wahlversprechen mit dem Slogan 'sein Handschlag zählt' in die Wahl zu gehen, hat´s uns wirklich nicht leicht gemacht", führte der Vorsitzende der SJ-Wien weiter aus.

"Die FPÖ behauptet, Österreich würde ihre `Handschrift tragen`. Und damit hat sie recht: Postenschacher, Arbeitslosigkeit speziell unter Jugendlichen auf Rekordniveau, offener Rechtsextremismus, Privilegien für die eigenen Leute und und und - in etwas abgewandelter Form des Zitats vom ersten Opfer des Krieges, das die Unschuld sei, könnte man sagen, das erste Opfer von schwarz-blau war die Kleinkunst", schloß SJ-Dvorak.

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