AIK Electronics-Pleite: Arbeiterkammer fordert Krisengipfel

Klagenfurt(OTS) - Einen raschen Krisengipfel zur Zukunft der Philips-Tochter AIK Electronics verlangt der neue Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, Günther Goach. Land, Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), Kärntner Sanierungsgesellschaft (KSG), Arbeitsmarktservice und Sozialpartner müssen Wege beraten, was jetzt unverzüglich für die Mitarbeiter und den Betrieb unternommen werden kann.
Juristen der Arbeiterkammer und Vertreter der Gewerkschaft der Privatangestellten und Metall-Textil sind bereits seit sechs Uhr Früh im AIK-Werk in Klagenfurt, sichten Lohnunterlagen und beraten die 236 Beschäftigten über die Folgen des Ausgleichsverfahrens, das heute beim Konkursgericht beantragt wird. Auch mit den im Zuge des Frühwarnsystems zur Kündigung angemeldeten 156 Mitabeitern besprechen die Vertreter von AK und ÖGB vor Ort die arbeitsrechtlichen Konsequenzen.
"Diese Soforthilfe von AK und ÖGB ist nur eine Schiene. Es müssen jetzt auch auf politischer Ebene Maßnahmen gesetzt werden", verlangt Goach. Konkret müsse es bei dem Gipfel darum gehen, wie sich die KSG in ein Sanierungsverfahren einschalten kann und welche Absicherungsmaßnahmen für die zur Kündigung angemeldeten Beschäftigten getroffen werden können", sagte Goach bei seiner ersten Pressekonferenz als Präsident der AK Kärnten. Beim Krisengipfel müsse auch über die Einrichtung von Stiftungen für jene AIK-Dienstnehmer beraten werden, die ihren Arbeitsplatz verlieren.
Die Wirtschaftslage in Kärnten sei Besorgnis erregend. Heuer waren bereits eine ganze Welle von Insolvenzen und Betriebsschließungen zu verzeichnen. "Die Rechtsabteilung der Arbeiterkammer hat heuer bereits 850 Beschäftigte, über deren Firmen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, vertreten. Dabei wurden für die Dienstnehmer aushaftende Entgeltansprüche in der Höhe von 3,9 Millionen Euro erstritten, berichtet Goach.
Zu den größten Betrieben, die heuer von einem Insolvenzverfahren betroffen waren, zählen in Kärnten die Firmen Velox-Montage- und Vertriebs GmbH, Montagebau GmbH, Firma Pall Sondermaschinen Anlagenbau, Lassnig GmbH, Rapatz & Jahn und die SER Technology Österreich.
Auffallend dabei war, dass sowohl relativ junge Firmen aus der "New Technology"-Branche als auch Traditionsunternehmen aus dem Baubereich gleichermaßen von Pleiten betroffen waren. ****

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