Laska und Schicker präsentierten PRATER NEU

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Wien (OTS) - Gestern, Mittwoch, starteten Wiens
Vizebürgermeisterin Grete Laska und Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker den Ideenfindungsprozess "Prater Neu". Zur Zeit ist der Prater eines der interessantesten Wiener Stadtentwicklungsgebiete. "Die Stadt Wien hat mit dem Entschluss, dort große Summen zu investieren, maßgebliche Impulse gesetzt: Vor allem die Anbindung an die U-Bahn, die 2007/2008 gegeben sein wird, wird für den Prater und für umliegende Bezirksteile eine neue Ära einläuten", betonten Laska und Schicker unisono. Die städtischen Investitionen betreffen auch die Wiener Messe, die unter den neuen Bedingungen zukünftig zu einem nicht mehr wegzudenkenden Zentrum des Wiener Kongresslebens werden und damit wichtige wirtschaftliche Impulse setzen wird.
"Es ist davon auszugehen," so Laska und Schicker "dass diese seitens der öffentlichen Hand eingesetzten Mittel auch eine Erneuerungsdynamik mit privaten Investitionen auslösen werden."

Ist-Stand

Der Wiener Prater soll - trotz oder: gerade wegen der geplanten Neuerungen - auch in Zukunft all seine Funktionen und damit seine traditionelle Bedeutung als Erholungs- und Freizeitraum mit allen seinen Unterhaltungsmöglichkeiten behalten. Durch die Investitionen in U-Bahn und Messe werden die Erreichbarkeit des Gebietes gravierend verbessert sowie die Zugangsbereiche zum Prater - beispielsweise durch die Gestaltung der Vorplätze im Bereich der Wiener Messe -aufgewertet. Rund 4.500 neu entstehende PKW-Stellplätze können im Sinne eines Stellplatzmanagements auch für die Neuentwicklungen im Gesamtbereich herangezogen werden. Zukünftig sollen zwischen den Einrichtungen (Prater, Messe, Krieau, Happel-Stadion, Dusika-Stadion, Stadionbad) vermehrt Synergieeffekte erzielt werden.

Im organisatorischen Bereich wurde seitens der Stadt per Anfang Oktober ein Projektkoordinator für die Praterentwicklung eingesetzt, dessen Aufgabe derzeit in der Durchführung des Ideenfindungsprozesses besteht. In Folge geht es um die Erstellung eines Leitkonzeptes hinsichtlich Machbarkeit sowie um die Mitarbeit bei der Erstellung von neuen Organisations- und Marketingkonzepten und Betriebsstrukturen. Der Projektkoordinator ist die Schnittstelle zwischen der Messe Betriebsgesellschaft und der Stadt Wien, im besonderen der Stadtplanung, zwischen Kreativen und der Wirtschaft.

Was ist gefragt ? - Vorstufe für Masterplan

Der Ideenfindungsprozess ist als Vorstufe zur Erstellung eines Masterplans für das Gebiet Wurstelprater - Messe-Süd - Krieau -Stadion zu verstehen. Grundsätzlich wünscht die Stadt Wien ein "Upgrading" des Areals zu einer zusammenhängenden, zeitgemäßen, qualitativ hochwertigen und attraktiven Zone mit Ganzjahresbetrieb. Der inhaltliche Schwerpunkt sollte - unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen - in den Bereichen Entertainment, Tourismus und Events liegen.

In diesem Sinn sind sowohl Konzepte für den Gesamtbereich vom Prater bis zum Stadion als auch Ideen zu Einzelbereichen zugelassen. Wichtig ist, den grundsätzlichen Vorschlag bzw. die konkrete Projektidee möglichst an Hand von Beispielen zu erläutern. Vorgesehene Umsetzungsschritte und Machbarkeit sollten nachvollziehbar dargestellt und mögliche Umsetzungspartner benannt werden.

Die Vorschläge sollten nicht nur inhaltlich angemessen, innovativ und attraktiv, sondern auch pragmatisch im Rahmen eines sinnvollen betriebswirtschaftlichen Konzepts realisierbar sein. Die Ideen, die zwischen möglichen Sofortmaßnahmen und mittel- bzw. langfristigen Maßnahmen unterschieden sein sollten, sollten daher mit Vorschlägen zur finanziellen und organisatorischen Umsetzung (Nennung möglicher Projektpartner) ergänzt werden. Sämtliche ausgewählten Ideen werden in einem groben Leitbild zusammengefasst und anschließend vertieft auf Machbarkeit und Umsetzung geprüft.

o Gesamtareal:

Das Gesamtareal soll durchlässig und offen für neue Synergien bleiben - in diesem Sinne ist nicht an die Errichtung eines großflächigen Themenparks bzw. eines "Urban Entertainment Centers" mit hohem Einzelhandelsanteil gedacht. Um den Gesamtbereich zu einer Destination zu entwickeln, die vor allem neues touristisches Publikum anspricht, werden Projektideen ebenso erwartet wie Vorschläge für eine Betriebsorganisation oder ein Marketingkonzept.

o Wurstelprater:

Unter Berücksichtigung der bestehenden Betriebsstruktur soll eine schrittweise Erneuerung ansetzen, die sowohl die Tradition bewahrt und fortsetzt, als auch ergänzend das Zeitgemäße mit einbezieht. Durch Neuansiedelungen und/oder Ergänzungen sowie eine bessere Vernetzung bestehender Teile könnten qualitative Verbesserungen in der Gastronomie ebenso erzielt werden wie ein Aufleben kultureller Traditionen bis hin zur Event-Planung für spezifische Zielgruppen (auch für besondere Jahresereignisse wie Advent, Ostern etc.). Als Event-Platz ist die Kaiserwiese denkbar, in die Konzeption können auch weitere Bereiche mit einbezogen werden.

Die Konzepte können architektonischer (Vorschläge für die Attraktivierung der Zugänge, Erscheinungsbild im öffentlichen Raum), kultureller (Ansatzpunkte für ein Kulturkonzept), gastronomischer (Gastronomiekonzepte) oder wirtschaftlicher Natur (Betriebskonzept) sein oder alles, was zur Erhöhung der Sicherheit und Sauberkeit dient, betreffen.

o Messe-Süd:

Beginnend bei der Messestraße wird eine etappenweise Entwicklung einer Entertainment - Zone angestrebt. Die ab 2004 zur Verfügung stehende Halle 10 mit einem Flächenausmaß von rund 16.000 m2 kann erhalten und umgenutzt werden, hier ist ein Themenpark kleineren Zuschnitts denkbar.

o Krieau/Stadion:

Hauptziel ist es, das Thema Sport möglichst umfassend zu inszenieren. Eine erweiterte, auf den Schwerpunkt Sport abgestimmte Infrastruktur wie Beratung, Serviceeinrichtungen, spezifische Verkaufsformen von Sportartikeln etc., könnte weiteres Zielpublikum anziehen. Erwartet werden grundsätzliche thematische Vorschläge für Einrichtungen zum Thema "Sportinsel" ebenso wie Vorschläge für Zusatznutzungen im Bereich Stadion, Ideen zur Mehrfachnutzung für Stadion- und Stadionbad-Parkplatz und mögliche Zusatznutzungen für die Krieau.

Start zum Ideenfindungsprozess:

Nun schreibt die Stadt Wien, vertreten durch die MA 21A, ein Verfahren für den Bereich Prater öffentlich aus, das als öffentlicher Ideenfindungsprozess mit fünf geladenen Teilnehmern - Circus Roncalli / Bernhard Paul, Imaginvest / Emmanuel Mongon, ArtEvent / Stefan Seigner, Landmark Entertainment Group und Explore Erlebnis Produktionen - konzipiert ist.
Weitere Interessenten bzw. Ideengeber sowie auch die Bevölkerung sind ebenfalls eingeladen, Beiträge zu leisten.
Auf einer Internetplattform, über die die Transparenz des Verfahrens gewährleistet wird, werden die Ausschreibungsunterlagen bereit gestellt und formale Kriterien erläutert, auch Rückfragen sind möglich. Beiträge, die im Internet-Diskussionsforum platziert werden, bleiben öffentlich zugänglich - die Redaktion übernimmt keine inhaltliche Verantwortung, behält sich aber das Recht vor, unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge zu löschen.

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Sämtliche Ergebnisse werden redaktionell ausgewertet und dem Projektlenkungsgremium selektiv vorgelegt. Dieses Gremium, in das Vertreter der Stadtpolitik, der Messe Besitz GmbH, der Praterverwaltungsgesellschaft mbH, des 2. Bezirks, des Wurstelpraters sowie der Fachabteilungen der Stadtplanung eingebunden sind, kann Anregungen liefern, um Ideenbringer und Umsetzer zusammenzuführen und entsprechende Projektpartnerschaften anzubahnen. Vor allem aber hat es zu klären, ob die Ideen der Ausschreibung entsprechen, innerhalb der Rahmenbedingungen umsetzbar und mit anderen Vorschlägen vereinbar sind, ob eine realistische finanzielle Basis und vor allem die technische und wirtschaftliche Machbarkeit bestehen. Die Projektlenkung entscheidet auch über die Verteilung von Preisen im Gesamtwert von 25.000 EUR, die ausgelobt werden, um die besten Entwürfe - unbeschadet ihrer Realisierbarkeit - zu würdigen.

o Termine:
Start des Verfahrens: 30.10.2002
Abgabe der Konzepte: bis 31.12.2002
Redaktionelle Aufbereitung: 01/02.2003
Bekanntgabe des Ergebnisses: 03.2003

o Kontakt:
Auslober: Stadt Wien/Ansprechpartner:
Mag.arch. Peter Klopf (Projektkoordinator)
Tel.: 4000/88561
e-mail: klp@m21aba.magwien.gv.at
DI Franz Kobermaier
Tel.: 4000/88565
e-mail: kob@m21aba.magwien.gv.at
Berater des Auslobers:
Dr. Nikolaus Hellmayr
Kennwort "Prater neu"
1050 Wien, Kleine Neugasse 13/7
Tel.: 586 46 29
Handy: 0676/56 69 080
Telefax: DW 4
e-mail: nikolaus.hellmayr@chello.at

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) eg

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
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Mag. Eva Gaßner
Tel.: 4000/81 850
Handy: 0664/33 60 917
ega@gjs.magwien.gv.at
Gaby Berauschek
Tel.: 4000/81 414
gab@gsv.magwien.gv.at

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