Waneck: Hepatitis-C-Fonds arbeitet erfolgreich

Bereits 1,5 Millionen Euro an HCV-infizierte Plasmaspender ausbezahlt

Wien, (BMSG/STS) - Der von Bundesminister Mag. Herbert Haupt und Staatssekretär Univ.-Prof. Dr. Reinhart Waneck 2001 ins Leben gerufene Hepatitis-C-Fonds konnte mehr als 1,5 Mill. Euro an bei der Plasmaspende unverschuldet mit Hepatitis C infizierte ÖsterreicherInnen an Unterstützungsleistungen ausschütten. Der Fonds ist zur Zeit mit einer jährlichen Summe von Euro 1,1 Millionen aus Bundesmitteln dotiert. *****

Beim ehrenamtlichen Fondsleiter, Herrn Ingo Rezman, selbst Betroffener seit 1977, sind seit November letzten Jahres über 550 Anträge eingegangen. Nach medizinischer und juristischer Prüfung wurden bisher Leistungen an 392 chronisch Erkrankte, entweder in Form einer Einmalzahlung oder durch monatliche Unterstützungen erbracht, welche aufgrund des Fortschreitens der Krankheit in 4 Leistungsstufen unterteilt ist. Das Fondsmodell ist aufgrund der sich in vielen Fällen zu erwartenden Verschlechterung der Krankheit dynamisch aufgebaut. Hepatitis C infizierte Plasmaspender, welche noch keinen Antrag gestellt haben können dies nach wie vor direkt schriftlich beim HCV-Plasmafonds, Liechtensteinstr.11, 1090 Wien oder telefonisch beim Fondsleiter unter 0664/391 81 91 tun.

Wie dramatisch die Situation ist zeigen die Zahlen des deutschen Gesundheitsökonomen Doz. Dr. Siegbert Rossol welcher in seiner Hepatitis-C-Studie bis 2010 folgende Prognose stellt:
Zunahme bei Lebertransplantationen + 500 Prozent
Letalität + 220 Prozent
dekompensierte Lebererkrankungen + 280 Prozent
Leberkrebs + 70 Prozent.

"Die Wichtigkeit eines solchen Entschädigungsmodelles, welches von der rot-schwarzen Regierung bis zuletzt nicht umgesetzt worden war, unterstreicht die Tatsache, dass in diesem Jahr bereits 8 Personen aus dem Kreis der begünstigten Personen verstorben sind", so Waneck.

Weitere Informationen erhältlich beim Fondsleiter:
Vorstand des HCV- Plasmaspender- Fonds, Ingo Rezman, 01/315 27 27

Rückfragen & Kontakt:

BMSG - Bundesministerium für
soziale Sicherheit und Generationen
Kabinett des Staatssekretärs für Gesundheit
Martin Glier
Tel.: (++43-1) 711 00/4619

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