Neuer AK-Präsident stellt Arbeitnehmer-Interessen in den Mittelpunkt Utl: Goach für Weiterbildung, Kommunikation, neue Dienstnehmer (7)

Klagenfurt (OTS) - Die Förderung der beruflichen Weiterbildung,
die Betreuung neuer Arbeitnehmergruppen, Beschäftigung für Jugendliche und noch mehr Kommunikation mit den AK-Mitgliedern zählen zu den vier wichtigsten Vorhaben des neuen Kärntner AK-Präsidenten Günther Goach. "Ich werde selbstverständlich um die Interessen aller Arbeitnehmer vertreten, unabhängig von parteipolitischen Zuordnungen", betonte der neu gewählte AK-Chef.
"Ich danke allen Kammerräten, die für mich gestimmt haben, für den über die Fraktionsgrenzen hinausgehenden Vertrauensvorschuss", sagte Goach. Er hatte 80,9 Prozent der Stimmen erhalten. Er selbst werde sein Amt ebenfalls über alle Parteigrenzen hinweg ausüben. "Im Mittelpunkt meiner Tätigkeit wird ausschließlich die Wahrung der Interessen der Arbeitnehmer stehen", erklärte Goach. "Jede Bundes-oder Landesregierung und jede politische Maßnahme wird danach beurteilt werden, was sie den Arbeitnehmern bringt. Die AK ist keiner politischen Partei verpflichtet, sondern ausschließlich ihren Mitgliedern", bekannte Goach. Teamarbeit stehe für ihn im Vordergrund.
Kritik übte Goach daran, dass sich die Lage der Arbeitnehmer in den letzten zwei Jahren massiv verschlechtert habe: "Mit fast sieben Prozent wird Österreich heuer die höchste Arbeitslosenrate seit 1998 haben. Das Wirtschaftswachstum liegt unter dem europäischen Durchschnitt. Die Einkommen der Arbeitnehmer - konkret der durchschnittliche Reallohn pro Beschäftigtem netto - liegt unter dem Wert des Jahres 2000. Dazu kommen starke finanzielle Belastungen durch Steuer- und Gebührenerhöhungen."
Goach forderte eine wirtschafts- und sozialpolitische Neuorientierung. "Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur müssen ergriffen werden, um Kaufkraft, Beschäftigung und soziale Absicherung zu fördern. Dazu gehört die Sicherung der Pensionen, die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems, das weiterhin in hoher Qualität für alle Bevölkerungsgruppen frei zugänglich sein muss", verlangt Goach.
Er fühle sich als Sohn einer Bergarbeiterfamilie mit der traditionellen Arbeitswelt eng verbunden. Gleichzeitig sei er durch seine berufliche Tätigkeit bei der Firma Infineon auch mit den Anforderungen eines innovativen Hochtechnologie-Unternehmens vertraut. Den Herausforderungen einer sich immer schneller ändernden Arbeitswelt will Goach in seiner neuen Funktion besonderes Augenmerk widmen. "Die Arbeitswelt hat sich stark geändert. Der Druck auf die Arbeitnehmer nimmt zu", betont Goach. Als seine vier wichtigsten Vorhaben führte er an: die Förderung von Qualifikation und beruflicher Weiterbildung der Arbeitnehmer. Weiterbildungsangebote sollen direkt in die Betriebe gebracht werden; die verstärkte Betreuung der wachsenden Gruppe von Dienstnehmern mit flexiblen Arbeitszeiten wie Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte oder neue Selbstständige; Ausbildung und Beschäftigung für jugendliche Arbeitnehmer sichern; Kommunikation mit den Mitgliedern verstärken durch neue Medien wie E-Mail und Internet und durch persönliche Kontakte.
Er freue sich, ein so gut bestelltes Haus wie die Arbeiterkammer Kärnten zu übernehmen. "Es ist das der Verdienst des Präsidenten Josef Quantschnig, dass die AK heute bei ihren Mitgliedern hohes Ansehen genießt, Serviceleistungen ausgebaut und weitreichende Reformen durchgeführt worden sind. "Josef Quantschnig ist nicht nur einer der längstdienenden sondern auch einer der angesehensten AK-Präsidenten in Österreich. Er war 23 Jahre im Amt und hat fünf erfolgreiche Wahlgänge geschlagen", zollte Goach seinem Vorgänger Respekt.
Dem scheidenden und bisher nicht im Besitz eines Computers befindlichen AK-Präsidenten überreichte Goach als Abschiedsgeschenk einen Laptop. "Dieses Präsident soll dafür sorgen, dass wir künftig auch per E-Mail in Verbindung bleiben können. Es ist aber auch ein Symbol dafür, wofür ich mich in Zukunft besonders einsetzen möchte:
Qualifikation und Kommunikation", betonte Goach.****

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