Gute Noten für das Kärntner Musikschulwerk

Musikschulen werden gestürmt: 1039 Schüler mehr - LH Haider zog erfreuliche Bilanz - 304 Lehrer an 55 Standorten in ganz Kärnten sorgen für die musikalische Förderung der Jugend - Musikschulwerk wird verselbständigt - Direktion wird ausgeschrieben

Klagenfurt (LPD) - Eine erfolgreiche Bilanz kann das Landesmusikschul-werk aufweisen. So hat sich zu Schulbeginn 2002/2003 die Zahl der Musikschüler in Kärnten allein gegenüber dem Vorjahr um 1039 auf insgesamt 8568 erhöht. Mit 32 neuen Musikschullehrern und einem neuen, flexiblen Unterrichtszeitmodell soll den Ansturm bewältigt werden, berichtete heute Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider bei seinem Besuch der Bezirksmusikschule Klagenfurt. Auf 55 Standorten in allen Bezirken Kärntens unterrichten bereits 304 Lehrer. Das Interesse ist trotz der geburtenschwachen Jahrgänge ungebrochen groß, freut sich die interimistische Leiterin des Kärntner Musikschulwerkes, Barbara Ladstätter.

Nach mehr als zehn Jahren Stillstand konnten nunmehr im Musikschulwesen entscheidende Reformen in Gang gesetzt werden, die der Beliebtheit dieser sinnvollen Freizeitbeschäftigung bei Eltern und Kindern Rechung getragen und diese erfreuliche Entwicklung eingeleitet haben, so Haider. Dazu trug auch der Vertrag mit der Hypo Kärnten zur Förderung der musikalischen Jugend in Kärnten und einer Sponsorleistung von 100.000 Euro jährlich entscheidend bei, sagte der Kulturreferent.

Erfreulich ist weiters, dass in Bodensdorf, Grafenstein, Reichenfels und Preitenegg aus sogenannten dislozierten Musikschulaußenstellen vier neue Ortsmusikschulen geschaffen werden konnten. Neue Standorte für das heimische Musikschulwesen gibt es zudem in Frantschach, St. Georgen im Lavanttal, Metnitz, St. Margareten im Rosental und in Kremsbrücke.

Erst kürzlich wurde eine vom Kulturreferenten initiierte Bedarfserhebung in den Bezirken abgeschlossen. Mit den neuen Lehrkräften können nun neben zusätzlichen Schwerpunkten wie Blasmusik und Volksmusik auch alle nachgefragten Instrumente abgedeckt werden, zeigte sich Ladstätter zufrieden über die Entwicklung, die neben der Quantität auch die Qualiät entscheidend berücksichtigt. Wichtig sei für sie auch die Öffnung nach außen, wie das mit großen Gemeinschaftskonzerten (zb. heuer in Finkenstein und nächsten April im Stadttheater) oder der neuen Kommunikationszeitschrift "hast.du.töne!" sowie einem neuen "Schülerheft" angegangen wurde.

Als nächste Schritte werden nach der erfolgten Zustimmung durch den Landtag Konservatorium und Musikschule getrennt, je eigene Direktoren ausgeschrieben und neue Statuten mit Öffentlichkeitsrecht bzw. ein neues Verwaltungsprogramm für die extrem schlanke Verwaltung geschaffen. (Schluss)

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