Quantschnig-Bilanz: große Erfolge für ArbeitnehmerInnen (5)

Klagenfurt (OTS) - Mit einer ausführlichen Bilanz über seine Tätigkeit an der Spitze der Arbeiterkammer Kärnten verabschiedete sich Präsident Josef Quantschnig (63) heute vor der AK-Vollversammlung und legte nach 23 Jahren sein Amt zurück. "Mein Nachfolger übernimmt ein modernes Dienstleistungsunternehmen, das jährlich von 200.000 Kärntnern kontaktiert wird. Die Akzeptanz der AK durch die Mitglieder ist so groß wie nie", betonte Quantschnig. "Als ich im Jahr 1979 das Amt des AK-Präsidenten antrat, hatte die Arbeiterkammer Kärnten 70 Mitarbeiter. Heute sind es 153. Trotzdem können wir die wachsende Inanspruchnahme durch die Mitglieder vor allem im Rechts- und Konsumentenschutz oft kaum bewältigen", sagte Quantschnig. Die steigende Zahl von Ratsuchenden sei ein Maßstab für die Lage der Arbeitnehmer. "Die ist so schlecht, wie schon lange nicht mehr", kritisierte Quantschnig die Folgen der Belastungspolitik der Bundesregierung. Kritik übte Quantschnig auch am Sparkurs, der das Nulldefizit zum Credo erhoben hat. "Schulden machen ist nicht von Haus aus schlecht, wenn damit sinnvolle Investitionen getätigt werden", sagte Quantschnig.
"Die Arbeitslosenquote betrug 1979 in Kärnten 2,4 Prozent, heute sind es 6,2 Prozent. Früher gab es eine permanent positive Entwicklung, jetzt dreht sich die Spirale nach unten. Insolvenzen und Betriebsschließungen stehen in Kärnten auf der Tagesordnung", betonte Quantschnig. Früher war es möglich, für Arbeitnehmer immer wieder zusätzlich etwas zu erreichen. Jetzt würden Arbeitnehmer auf allen Ebenen zur Kasse gebeten: bei den Pensionen, bei der Gesundheit und der sozialen Absicherung.
Durch das Zusammenwirken von Politik und Sozialpartnern sei es in der Vergangenheit gelungen, Meilensteine für die Arbeitnehmer in Kärnten zu setzen. Quantschnig verwies auf das Kärntner Arbeitnehmerförderungsgesetz, das 1984 beschlossen wurde und seither von der AK administriert wird. "Mehr als 115 Millionen Euro sind bisher an Kärntner Arbeitnehmer in Form von Förderungen ausbezahlt worden", bilanzierte Quantschnig. Dieses Gesetz sei einmalig in Österreich.
In die Amtszeit von Quantschnig fiel auch die Gründung des Arbeitsmedizinischen Institutes Kärnten (AMI) im Jahr 1991, das auf Initiative der AK zur Förderung der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz ins Leben gerufen worden ist. Rund 500 Betriebe aus allen Branchen nehmen mittlerweile die arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Angebote des AMI Kärnten in Anspruch.
"Im Jahr 1992 wurde der kostenlose Rechtsschutz der AK in arbeits-und sozialrechtlichen Streitfällen eingeführt. Seither hat die AK die beachtliche Summe von 99 Millionen Euro für die Kärntner Arbeitnehmer erstritten. Ein Betrag, der ohne Arbeiterkammer verloren gegangen wäre", betonte Quantschnig.
Besonders engagiert hat sich die AK Kärnten auch für die berufliche Weiterbildung. Die AK unterstützt seit Jahrzehnten die Lehrwerkstätte Krumpendorf mit rund 363.000 Euro und fördert damit die Ausbildung von Jugendlichen in qualifizierten Berufen. "Sehr erfolgreich war auch die Einführung des AK-Bildungsgutscheines und der Aktion Baby.Comeback, die den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach der Karenz fördert", betonte Quantschnig.
Ein Aushängeschild der AK Kärnten sei auch der Konsumentenschutz. "Die AK ist die einzige Konsumentenschutzeinrichtung in Kärnten, die nicht nur AK-Mitgliedern, sondern allen Bürgern zur Verfügung steht", berichtete Quantschnig. Pro Jahr werden rund 22.000 Beratungen durchgeführt.
Bei der Mitgliederbefragung im Jahr 1996 sprachen sich in Kärnten mehr als 92 Prozent der AK-Mitglieder für den Weiterbestand ihrer Interessenvertretung aus. "Die positive Einstellung der Arbeitnehmer zur AK ist seitdem weiter gewachsen", hob Quantschnig hervor und verwies auf Umfragen, die belegen, dass die AK hohes Ansehen bei ihren Mitgliedern genießt. 78 Prozent aller Arbeitnehmer halten die AK für vertrauenswürdig. Das ist der Spitzenplatz vor allen anderen Institutionen in Kärnten.
"Ich bin überzeugt, dass mein Nachfolger diesen erfolgreichen Weg weiter fortführen kann. Günther Goach ist ein Mann der betrieblichen Praxis. Er bringt jahrelange Erfahrung aus dem Arbeitsleben mit in die neue Funktion, noch dazu aus einer Branche, die für die moderne Arbeitswelt steht", schloss Quantschnig.****

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