GLOBAL 2000: Vernebelungstaktik von Minister Haupt löst keine Probleme

Weintrauben mit bis zu zehn unterschiedlichen Pestiziden belastet

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 verwehrt
sich scharf gegen die Vorwürfe von Gesundheitsminister Haupt, wonach nicht bekannt gegeben würde, woher die aktuellen Untersuchungsergebnisse an Weintrauben stammen bzw. wo getestet würde. "Wir lassen unsere Proben immer im staatlich akkreditierten "Q-Lab-Labor" testen. Das ist das Labor der AMA (Agrarmarkt Austria) und ist absolut seriös. Das wurde Bundesminister Haupt auf Anfrage bereits mehrmals mitgeteilt. Die verwendete Untersuchungsmethode entspricht dem internationalen Standard", so Dr. Klaus Kastenhofer, GLOBAL 2000-Lebensmittelsprecher. GLOBAL 2000 bezieht sich bei der Bewertung der Untersuchungsergebnisse auf international übliche Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Amerikanischen Umweltbehörde (EPA). "Minister Haupt versucht mit dieser Vernebelungstaktik von bestehenden Problemen abzulenken. GLOBAL 2000 steht für Transparenz, alle Untersuchungsergebnisse sind bei GLOBAL erhältlich, im Gegensatz zu den mit Steuergeld finanzierten Untersuchungen des BMSG. Diese Ergebnisse werden erst mit mehrmonatiger Verspätung veröffentlicht. Den Schaden trägt der Konsument sowie jene (österreichischen) Produzenten, die mit höherem Aufwand bessere Qualität produzieren. Dem Konsumenten wird die Möglichkeit genommen, sich aktiv für qualitativ hochwertigere Produkte zu entscheiden." Doch hier enden die Defizite in der Lebensmittelgesetzgebung noch nicht. Trotz Gesprächen mit dem BMSG, wo auf die fehlenden Summengrenzwerte aufmerksam gemacht wurde, ist es noch immer so, dass es nur Grenzwerte für die Einzelpestizide gibt, nicht jedoch für die Summenbelastung. Das ist mit ein Grund dafür, dass sich bei den aktuellen Weintrauben-Proben bis zu 10 (!) Pestizide in einer Probe befanden. "Absolut unverständlich ist auch, dass für besonders giftige Pestizide, wie das jetzt in den Weintrauben nachgewiesene Parathion, sehr laxe Grenzwerte bestehen."

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