Schule: Es kommt auf die Qualität an, nicht auf die Organisation

Schülerunion bekräftigt ihre Position gegen die Gesamtschule

Wien, 30. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Erschreckt" zeigt sich Michael Steiner, Stv. Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, von den sachlich nicht fundierten Aussagen des Grünen-Chefs Van der Bellen. "Nach der bildungspolitischen Pleite von SP-Chef Gusenbauer am SP-Parteitag, hat nun auch van der Bellen seine Unwissenheit in diesem Bereich unter Beweis gestellt", urteilt Steiner. ****

Finnland habe zwar ausgezeichnete Ergebnisse in der PISA Studie erzielt, dies läge aber nicht an den Gründen, die von den Grünen genannt werden, kritisiert der Schülervertreter. In Finnland spiele nämlich Qualitätsmanagement eine viel wichtigere Rolle als in Österreich. Dort wäre die von der Schülerunion schon lange geforderte Gesamtevaluation ein fixer Bestandteil des Bildungssystems. Zudem profitieren finnische Schulen von stark ausgeweiteter Autonomie. In Österreich sei diese im Rahmen der Oberstufenreform immerhin bereits für die Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) vorgesehen.

Weiters entspreche die finnische Gesamtschule auch gar nicht den Ausführungen van der Bellens. "In den nordischen Ländern wird beispielsweise sehr wohl schulintern differenziert", erklärt Steiner. "Man bewegt sich auf dünnem Eis, wenn man ein Bildungssystem in so hohen Tönen lobt, ohne es wirklich zu kennen.", so der Schülervertreter wörtlich.

Steiner fordert abschließend zu "überlegtem Handeln" auf. Es wäre nämlich "viel sinnvoller" unser System zu verbessern, etwa im Bereich des Qualitätsmanagements, als es "unüberlegt über den Haufen zu werfen". (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Michael Steiner (Pressereferent): 0676 / 97 97 568

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0009