"profil" fordert Widerruf von ÖVP-Dementi zu Finz-Äußerung

Nachrichtenmagazin droht mit Klage wegen Dementi von Staatssekretär Finz

Wien (OTS) - Der Anwalt des Nachrichtenmagazins "profil" hat die ÖVP Wien in einem Schreiben aufgefordert, eine OTS-Aussendung vom 27. 10. 2002 zu widerrufen. Darin hatte die ÖVP behauptet, der Wiener Landesparteivorsitzende Alfred Finz sei von "profil" unrichtig zitiert worden.

Sollte die ÖVP dieser Aufforderung nicht nachkommen, so das Schreiben von "profil"-Anwalt Hubert Simon weiter, würde "profil" Klage auf Unterlassung und Widerruf einbringen.

Anlass der Auseinandersetzung ist ein Bericht in der dieswöchigen Ausgabe von "profil" über einen Wahlkampfauftritt des Wiener ÖVP-Chefs, bei dem dieser gesagt hat "Jede Stimme ist wichtig, auch wenn's die einer Frau ist". Die ÖVP behauptet in ihrer Aussendung Finz habe vielmehr gesagt, "insbesondere auch die der Frauen".

"profil"-Herausgeber Christian Rainer: "Die ÖVP-Aussendung ist ein Angriff auf die Seriosität von 'profil' und einer Journalistin. Medien können es sich nicht ständig gefallen lassen, von Politikern als Lügner bezeichnet zu werden. Politiker klagen seit einiger Zeit ja auch wegen jeder formalen Kleinigkeit."

Finz hatte seine Aussage gegenüber "profil" zunächst nicht direkt in Abrede gestellt, sondern lediglich als "Schmäh" bezeichnet.

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