Silhavy: Rekordarbeitslosigkeit - Messt die Regierung an ihren Misserfolgen

Regierung ist Schuld an der Rekordarbeitslosigkeit

Wien (SK) Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich ist in den letzten Monaten kontinuierlich angestiegen. Ende September 2002 waren insgesamt 200.000 Menschen arbeitslos. Das sind um 14 Prozent mehr als noch vor einem Jahr! Trotz der absoluten Rekordzahl spricht Kanzler Schüssel von "Rekordbeschäftigung" und Arbeitsminister Bartenstein sieht gar eine Entspannung am Arbeitsmarkt. "Diesen Winter werden voraussichtlich 320.000 Menschen ohne Arbeit und mit einer ungewissen Zukunft auf der Straße stehen. Angesichts dieser Prognosen ist die Schönrederei über die Arbeitsmarktsituation der Regierung eine Frechheit. Schließlich ist die Arbeitslosigkeit in Folge des nun spürbaren Konjunktureinbruchs das Ergebnis der schwarz-blauen Belastungspolitik", kritisiert SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Programm der SPÖ für Beschäftigung

Besonders von der Arbeitslosigkeit betroffen seien Jugendliche, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit niedrigen Qualifikationen. Ein Großteil der Arbeitslosen könnten keinen Ausbildungsabschluss vorlegen bzw. sind Pflichtschulabsolventen. "Deswegen ist es wichtig, in Bildung zu investieren und unseren Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, mit der sie sich am Arbeitsmarkt qualifizieren können", so Silhavy. "Die SPÖ will in die Wirtschaft investieren, um diese anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitslosigkeit zu senken".

Einer der Schwerpunkte des SPÖ Beschäftigungsprogrammes sei, die dramatische Situation am Lehrstellenmarkt zu bessern. Die SPÖ habe dafür ein Zehn-Punkte Programm für Lehrlinge und hochwertige Ausbildungsplätze vorgeschlagen. Ziel sei, mehr und bessere Lehrstellen zu schaffen. "Alle Jugendlichen haben ein Recht auf Ausbildung. Die Schaffung ausreichender Weiterbildungsmöglichkeiten und die Erhöhung der Qualität im Ausbildungssystem ist uns ein wesentliches Anliegen", betont Silhavy.

Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit gehöre zu den obersten Prioritäten der SPÖ. Die Chancen jedes Einzelnen auf ein Leben nach den eigenen Vorstellungen seien ganz eng mit den Chancen am Arbeitsmarkt verbunden. "Die Politik hat die Aufgabe, für einen offenen und funktionierenden Arbeitsmarkt zu sorgen", so Silhavy.

Die Anzahl der jugendlichen Arbeitslosen steige noch stärker als die Gesamtarbeitslosigkeit allgemein. Derzeit sind 30.000 junge Menschen arbeitslos!

Allein die Anzahl der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren sei um 17,4 Prozent gestiegen. 11.382 junge Menschen suchen verzweifelt eine Lehrstelle. Dieser enormen Nachfrage stehen jedoch nur 2887 offene Lehrstellen gegenüber. Lediglich 40 Prozent der Schulabgänger kommen am Lehrstellenmarkt unter.

Unter der ÖVP-FPÖ Regierung sei der Anteil der Lehrstellensuchenden dramatischen gestiegen. 3,3 Suchende kommen auf eine freie Lehrstelle. "Unvorstellbar, dass bei einem dermaßen desaströsen Ergebnis der ÖVP- FPÖ Regierungsarbeit Wolfgang Schüssel noch die Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive der noch amtierenden Regierung lobt! Diese unerträgliche Situation für die Jugend unseres Landes muss sofort bekämpft werden. Aus diesem Grund schlägt die SPÖ ein Zehn-Punkte Programm für Lehrlinge vor. Mit konkreten Maßnahmen, wie einem Lehrlingsfonds, einem Lehrlingsauffangnetz und einem Verbund von Ausbildungsbetrieben, kann die Jugendarbeitslosigkeit wesentlich gesenkt werden", so Silhavy abschließend.
(Schluss) ps/mm

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