Österreichischer Tierschutzverein in seiner Kritik bestätigt: EU-Kommission klagt Österreich - Zoorichtlinie nicht umgesetzt!

Wien (OTS) - Am 9. April endete die Frist innerhalb der Österreich die Bestimmungen der EU-Zoorichtlinie hätte umsetzen müssen. Im Vorfeld hatte der Österreichische Tierschutzverein die zuständigen Behörden mehrfach aufgefordert, tätig zu werden. Ihre Säumigkeit verlängert das Leid der Zootiere unnötig.

Seit 29. März 1999 hoffen Zootiere und Tierfreunde auf positive Veränderungen in österreichischen Zoos. Mit diesem Datum gilt die EU-Zoorichtlinie, die zumindest minimale Verbesserungen der Haltungsbedingungen vorschreibt.

Konkrete Forderungen sind in der Zoorichtlinie der EU festgeschrieben. Zentral ist die artgerechte Haltung der Zootiere:
Die Haltung der "Tiere unter Bedingungen, mit denen den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung getragen werden soll, wozu unter anderem eine artgerechte Ausgestaltung der Gehege gehört" (Artikel 3, Pkt.3)

In einem Kommentar der EU zur Richtlinie wird exemplarisch auf die Haltung von Eisbären und Pinguinen verwiesen, die generell als "praktisch nicht artgerecht" möglich bezeichnet wird. Außer Diskussion dürfte auch stehen, dass unter dem Titel "artgerecht" keine Haltung von Tieren wie z.B. Wölfen, Tigern, Elefanten oder Bären möglich ist.

Da die wahlwerbenden Parteien gerade jetzt gerne auf ihr Tierliebe verweisen, fordert sie der Österreichische Tierschutzverein auf, eine rasche Umsetzung der Zoorichtlinie zu forcieren.

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Österreichischer Tierschutzverein
Mag. Walter Schimitschek
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Tel.: 0664 / 16 21 166

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