Wirtschaftsbund: AK-Tumpels lockerer Umgang mit der Wahrheit

Kopf: Saisoniers nehmen Österreichern keine Arbeitsplätze weg

Wien, 30. Oktober 2002 (ÖWB) "AK-Tumpel pflegt einen lockeren Umgang mit der Wahrheit", so der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes Karlheinz Kopf zu den heutigen Ausführungen des AK-Präsidenten. So stimme es nicht, dass die Arbeitslosigkeit heuer die höchste seit 1945 ist, höhere Arbeitslosigkeit gab es mehrfach unter SP-Kanzlern. Weiters sei es eine "glatte Unwahrheit", dass Saisoniers Druck auf heimische Arbeitsplätze ausüben. Tumpels Behauptung, es gebe derzeit gar keine Rekordbeschäftigung, sei gleichfalls falsch, so Kopf.****

Eine "glatte Unwahrheit" sei es, dass Saisoniers Druck auf heimische Arbeitsplätze ausüben. "Die Saisoniers nehmen Österreichern keinen Arbeitsplatz weg. Es wird genau geprüft, ob für einen Arbeitsplatz ein österreichischer Arbeitnehmer oder bereits integrierter Ausländer zur Verfügung steht. Das weiß Tumpel selbstverständlich. Dennoch behauptet er das Gegenteil, das ist für einen Sozialpartner ‚unter Niveau’", so Kopf. Faktum sei weiters, dass mit der Novellierung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes eine flexiblere Festlegung der Saisonier-Kontingente zu Spitzenzeiten möglich ist. Die Höchstgrenze von durchschnittlich 8.000 Arbeitskräften bleibt aufrecht, stellt Kopf klar.

Wenn die Arbeiterkammer und die SPÖ das Saisonierkontingent gegen Null führen wollen, nehmen sie die massive Schädigung eines der wichtigsten Wirtschaftszweige, den Tourismus, in Kauf. Dass damit auch die Arbeitsplätze für österreichische Arbeitnehmer gefährdet wären, ist dem Arbeitnehmervertreter Tumpel offensichtlich egal, so Kopf.

Dass für Tumpel das Beschäftigungspaket der Bundesregierung bloß ein "Packerl" ist, zeuge von der "Präpotenz eines Nein-Sagers". "Wer wie Tumpel die Bemühungen für mehr Jugendbeschäftigung ständig torpediert und auch in den entsprechenden Verhandlungen des Beschäftigungspaketes jegliche Kompromissbereitschaft vermissen ließ, hat seine sozial- und beschäftigungspolitische Kompetenz ohnehin schon verloren", schloss Kopf.
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