Neue Hoffnung für Patienten mit Herzschwäche

Arzneistoff Carvedilol senkt das Sterblichkeitsrisiko rascher als erwartet

Wien (OTS) - Beim diesjährigen europäischen Kardiologenkongress in Berlin wurden neue Auswertungen der sogenannten COPERNICUS-Studie bei Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass durch den Einsatz des innovativen Wirkstoffes Carvedilol zusammen mit der bisher üblichen Basismedikation, sogenannten ACE-Hemmern, die Überlebensrate innerhalb von nur 8 Wochen deutlich verbessert werden kann. Auch die Anzahl der notwendigen Spitalsaufenthalte konnte eindruckvoll gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden.

Carvedilol ist eine Weiterentwicklung der sogenannten Betablocker, und kann die schädlichen Wirkungen der Stresshormone Adrenalin bzw. Noradrenalin auf das Herz und die Blutgefäße umfassender als diese blockieren und so den Krankheitsverlauf sehr positiv beeinflussen.

Bei Betablockern war man bisher davon ausgegangen, dass der Nutzen sich erst nach mehreren Monaten einstellt. Außerdem wurden unter einer herkömmlichen Betablocker-Therapie besonders in den ersten Wochen der Behandlung öfters Komplikationen und Therapieabbrüche infolge von Verträglichkeitsproblemen beobachtet. Unter Carvedilol kam es hingegen während der gesamten Studiendauer zu keinem Zeitpunkt zu vermehrten Therapieabbrüchen oder Problemen.

In Österreich gibt es über 120 tausend Patienten mit Herzschwäche. Diese Erkrankung hat eine sehr schlechte Prognose, mehr als die Hälfte aller Patienten stirbt innerhalb von nur fünf Jahren. In den neuen Behandlungsrichtlinien für Patienten mit Herzschwäche wird daher ein frühzeitiger Einsatz einer Kombinationstherapie aus einem ACE-Hemmer und Carvedilol bzw. einem herkömmlichen Betablocker dringend empfohlen. Derzeit erhalten aber nur etwa 15-20 Prozent der betroffenen Patienten die geforderte Kombinationstherapie. Carvedilol ist in Österreich als verschreibungspflichtiges Medikament unter dem Handelsnamen Dilatrend oder Co-Dilatrend im Handel und kassenfrei verschreibbar.

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