INTERNATIONALE ARTENSCHUTZKONFERENZ VOM 3. – 15. NOVEMBER

Österreichs für strengen Schutz bedrohter Arten

Wien (OTS) Am 3. November beginnt in Santiago de Chile die 12. Vertragsstaatenkonferenz der internationalen Konvention über den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten (CITES). Diesem internationalen Übereinkommen, das im Jahr 1973 in Kraft trat, sind bisher 160 Staaten weltweit beigetreten. Ziel der CITES-Konvention ist es, den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu regulieren und damit einen aktiven Beitrag zum Schutz gefährdeter Arten zu leisten. Insgesamt ist der Handel von rund 22.000 Pflanzenarten und 4.700 Tierarten dadurch geregelt. ****

Besonderes Augenmerk wird anlässlich der diesjährigen Vertragsstaatenkonferenz vor allem folgenden Fragen geschenkt werden:

- Japan tritt für die Wiederaufnahme des Handels mit Walfleisch eines Zwergwales sowie von verschiedenen pazifischen Walarten ein und steht damit auch im Widerspruch zu den Vorgaben der internationalen Walkommission.

- Auch die Frage des Elfenbeinhandels ist wieder aktuell. Nachdem im Jahr 1999 drei afrikanische Staaten der einmalige Verkauf von rund 50 Tonnen Elfenbein nach Japan genehmigt wurde, streben nunmehr fünf afrikanische Staaten die Genehmigung zum Handel von rund 107 Tonnen Elfenbein an.

- Der Schutz von 26 asiatischen Meeresschildkrötenarten wird ebenfalls diskutiert und soll durch entsprechende Handelsrestriktionen gesichert werden. Gegenwärtig werden auf dem chinesischen Markt jährlich zwischen 12 und 20 Millionen derartiger Schildkröten als Haustiere, als Nahrungsmittel und für medizinische Zwecke gehandelt. Da diese Tiere in der Regel aus der Natur entnommen werden, wird dadurch ein Aussterben befürchtet.

Österreich wird sich im Rahmen der Konferenz und als Mitglied der Europäischen Union für strenge Handelsbeschränkungen und Schutzbestimmungen einsetzen. Insbesondere eine Lockerung des Handelsverbotes für Walfleisch sowie Regelungen, die zu einer Gefährdung der Elefantenpopulation führen, werden von Österreich abgelehnt.

Servicehinweis:
Informationen für Touristen über geschützte Tier- und Pflanzenarten hat das Umweltministerium gemeinsam mit dem WWF in einer Broschüre "Schauen, statt kaufen" zusammengefaßt. Die Broschüre kann über das Umweltservice des Ministeriums unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 240 260 Montags bis Freitags von 8 bis 12 Uhr bestellt werden.

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