SPÖ-Woller weist Kritik von ÖVP-Marboe an Kulturpolitik Wiens zurück

Künstliche Aufgeregtheit um erfolgreiches Buchprojekt "Ewigkeitsgasse" und Auersperg-Theater

Wien (SPW-K) - "Das Kulturleben in Wien ist so bunt und vielfältig wie nie zuvor. Wesentlich verantwortlich dafür zeichnet die gute Kulturpolitik der Stadt. Der Rundumschlag des Nichtamtsführenden ÖVP-Stadtrates Marboe gegen die angebliche Verpolitisierung der Kulturpolitik in Wien durch die SPÖ ist sachlich unverständlich und geht daher ins Leere. Niemand ist in Wien, im Gegensatz zur Kulturpolitik der FPÖVP-Bundesregierung, wegen seiner politischen Neigung irgendwelchem - auch nicht finanziellem - Druck ausgesetzt", stellte der Kultursprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Ernst Woller, Mittwoch in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Ausführungen des ÖVP-Politikers fest.

Das überaus große Interesse der Wiener Stadtregierung an einem breiten, spannenden Kulturangebot bestätige auch das Kultur-Rekordbudget für das kommende Jahr. Während die FPÖVP-Bundesregierung zahlreiche Kultureinrichtungen und -initiativen mit ihrem Kaputtsparkurs - oft aus rein parteipolitischen Gründen -an den existenziellen Abgrund gedrängt habe, werde in Wien 2003 der Aufwand für den Kulturbereich gegenüber dem heurigen Jahr um 4,6 Millionen Euro auf 198 Millionen Euro, und damit um 2,4 Prozent steigen. Woller: "Damit wird Wien weiterhin seinem Ruf und seiner Verpflichtung als Kulturmetropole gerecht".

In diesem Zusammenhang wies der Kulturpolitiker zudem darauf hin, dass Wien für viele Bundeskürzungen im Kulturbereich eingesprungen sei. Allein im Theaterbereich hätten diese in Wien 7,26 Millionen, im gesamten Kulturbereich 14,5 Millionen Euro betragen. Woller: "Wenn Kollege Marboe glaubt, unbedingt Kritik an der Verpolitisierung der Kulturpolitik üben zu müssen, dann soll er diese an die richtige Adresse, nämlich an die der FPÖVP-Bundesregierung und speziell an Staatssekretär Morak richten".

Hinsichtlich der Kritik von Marboe an der jüngsten von der Stadt Wien vor allem ideell unterstützten, hervorragend angenommenen Buchaktion "Ewigkeitsgasse", meinte Woller, dass der ÖVP-Politiker offensichtlich davon betroffen sei, dass nicht er, sondern andere auf diese - äußerst erfolgreiche - Idee gekommen seien. "Mit gekünstelt wirkender Aufgeregtheit, Lamentieren und dem ewigen Nachtrauern Marboes an seine längst vergangenen Kulturstadtratszeiten ist der Wiener Kultur jedenfalls nicht gedient. Auch nicht dem Auersperg-Theater, das durch eigenes Verschulden in große Pobleme geschlittert ist", hob Woller hervor. Nicht Wien schließe Theater, sondern der bisherige Betreiber hätte durch ein falsches Konzept, das wiederum eine äußerst geringes Publikumsinteresse zur Folge gehabt hätte, sein Scheitern selbst verursacht. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny werde jedenfalls die ihm vorliegenden Nachfolge-Projekte sicher sorgfältig prüfen. Voraussetzung für eine Förderung seitens der Stadt müsse aber seiner Meinung nach sein, dass das Projekt eine wichtige Ergänzung für das Wiener Theaterleben bedeuten würde, schloss Woller. (Schluss)

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