Glawischnig: Schüssel übernimmt in TV-Konfrontation FP-Positionen

In Asylfrage überholt Schüssel die FPÖ rechts

Wien (OTS) In der gestrigen TV-Konfrontation hat ÖVP Chef Schüssel die FPÖ in der Asylfrage neuerlich rechts überholt, wie zuvor schon sein Innenminister. Schüssel bekräftigte die Entscheidung Strassers, Asylwerber während eines laufenden Verfahrens in die Obdachlosigkeit zu schicken. "Eine solche Vorgangsweise würde auch einem FPÖ-Innenminister zur Ehre gereichen, dafür braucht es keine ÖVP", so Glawischnig.

Auch im Stil nähert sich die ÖVP der FPÖ immer mehr an. Wie zuvor schon Klubobmann Khol, der die Methoden der FPÖ längst übernommen hat und die Grünen erfolglos ins gewaltbereite Eck rücken wollte, bediente sich gestern auch Bundeskanzler Schüssel in der TV-Konfrontation der stattsam bekannten FPÖ-Methode: Nämlich eine Behauptung in den Raum stellen, in der Hoffnung, daß schon irgendetwas hängenbleiben werde.

"Dem Ziel Machterhalt opfert Schüssel auch die Wahrhaftigkeit, denn er sollte es besser wissen. Klubobmann Khol mußte etwa gegenüber Karl Öllinger eine Ehrenerklärung dahingehend abgeben, daß er dem stv. Klubobmann der Grünen keinesfalls Gewalttätigkeiten oder kriminelle Handlungen vorwerfen wollte", so Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen.

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