ÖBB: Startschuss für 2-gleisigen Lückenschluss der Tauern Südrampe

Am 30. Oktober beginnt der Streckenausbau Kolbnitz - Mühldorf -Pusarnitz

Kolbnitz (ÖBB) Der Ausbau der Tauernbahn von Schwarzach St. Veit bis Spittal am Millstättersee zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten der ÖBB. Nach der Inbetriebnahme der Kaponig-und Ochenigtunnel im Dezember 1999 startet jetzt der Lückenschluss im zweigleisigen Ausbau der Tauernbahn-Südrampe zwischen Kolbnitz und Lendorf. "Der Ausbau der Tauernbahn bringt sichere, schnelle und umweltfreundliche Mobilität für die Bahnkundinnen und -kunden", erklärt ÖBB-Planungschef Prok. DI Thomas Türinger. Und die Wettbewerbsfähigkeit der ÖBB steigt, denn "mit dem zweigleisigen Lückenschluss auf der Tauernbahn-Südrampe können wir die Geschwindigkeit und die Streckenkapazität entlang der Tauernachse, welche intergraler Bestandteil des PAN-Europäischen Korridors X ist, weiter ausbauen", so Türinger.****

Tauernbahn-Südrampe, eine bautechnische Meisterleistung
Die Tauernbahn-Südrampe ist gekennzeichnet von Stahlbeton-Bogenbrücken, deren erste und europaweit größte, die Pfaffenberg-Zwenberg-Brücke, schon 1971 fertig gestellt wurde. Gegenwärtig wird die letzte der insgesamt acht großen Bogenbrücken der bis zu 28 ‰ steilen Südrampe errichtet, die 102 m lange "Rottauergrabenbrücke", die sich vor dem Bahnhof Kolbnitz befindet.

Großer Bahnhof für Kärnten
"Mit dem Spatenstich für die letzten acht Kilometer zweigleisigen Ausbau können wir die umfangreichen Arbeiten entlang der Tauernachse in Kärnten bis zum Jahr 2006 abschließen", freut sich ÖBB-Planungschef Prok. DI Thomas Türinger. Nicht nur der zweigleisige Ausbau, sondern auch umfangreiche Bahnhofsumbauten in Kolbnitz, Mühldorf/Möllbrücke und Pusarnitz sorgen für mehr Qualität im Bahnbetrieb. Das anspruchsvolle Bauvorhaben umfasst Brücken mit einer Gesamtlänge von über 170 m, sowie 500 m Stütz- und Futtermauern.

Lärmschutz für die Bevölkerung
Im Zuge des zweigleisigen Ausbaues bekommen die MölltalerInnen optimalen Lärmschutz. Hochabsorbierende Lärmschutzwände reduzieren die Lärmimmissionen auf ein Mindestmaß und sorgen für mehr Lebensqualität der Anrainer. Parallel zur neuen zweigleisigen Bahnstrecke erfolgt die Errichtung von Begleitwegen, die auch zu einer besseren Erschließung der Hochgebirgsregion führt. Damit die Einschränkungen für die Bevölkerung während der Bauzeit möglichst gering gehalten werden, führen die für den Ausbau notwendigen Zufahrten an den Siedlungsgebieten vorbei.

Etappenweiser Ausbau bis 2006
Das erste Baulos umfasst neben der Brücke über den Rottauer-Graben auch den Bahnhofsumbau in Kolbnitz und rund 500 m Streckenausbau. Bis 2005 werden noch weitere sechs Baulose mit einer Gesamtlänge von rund acht Kilometern in Angriff genommen. Das Investitionsvolumen für das Gesamtbauvorhaben beträgt rund 87,7 Mio. Euro.

Korridore verbinden
Der Spatenstich in Kolbnitz ist ein Meilenstein im Ausbau der europäischen Schieneninfrastruktur. Als Teil des PAN-Europäischen Korridors X, welcher Mittel- mit Südosteuropa verbindet, wird mit dem zweigleisigen Ausbau ein weiterer Kapazitätsengpass beseitigt. Derzeit arbeiten die ÖBB-Bauexperten von Planung & Engineering an drei verschiedenen Stellen der Tauernbahn. Neben dem Sicherheitsupgrading des Tauerntunnels wird auch die Strecke von Brandstatt über Loifarn bis zum Unteren Klammsteintunnel zweigleisig ausgebaut. Künftig wird die Tauernbahn mit Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h befahrbar sein und genügend Kapazitäten für den nationalen und internationalen Schienenverkehr bieten.

Investitionsvolumen 1. Etappe: rund 7 Mio. Euro Gesamtinvestitionsvolumen: rund 87,7 Mio. Euro

Kolbnitz, am 30. Oktober 2002

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