U-Kommission: Grüne kritisieren Erinnerungslücken der Zeugen

Wien (OTS) - Die großen Erinnerungslücken von Zeugen in der Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates zur Praxis von Flächenwidmungen kritisierte Mittwoch der Grüne Gemeinderat Günter Kenesei in einem Pressegespräch. "Da verschwinden Akten aus dem Büro des Planungsstadtrates, werden ausgebessert und dann wieder gebracht und keiner der Beteiligten will sich daran erinnern", so Kenesei. Dies grenze bereits an passiven Widerstand. Auch der Wille zur Aufklärung bei SPÖ und ÖVP sei "enden wollend". Die zu untersuchenden Fälle seien aber nicht von einer Oppositionspartei erstellte Papiere, sondern Berichte des Kontrollamtes der Stadt Wien. Es werde daher von großem Interesse sein, was die Prüfer des Kontrollamtes als Zeugen dazu zu sagen haben, meinte Kenesei.

In der heute Nachmittag stattfindenden Sitzung der Untersuchungskommission wird der ehemalige Planungsstadtrat und VP-Vizebürgermeister DDr. Bernhard Görg als Zeuge befragt werden. In dem Pressegespräch kritisierte Kenesei die Arbeit Görgs als Planungsstadtrat. Görg hätte sich mehr kümmern und einmischen müssen und er habe zuwenig Kontakt zu seinen Beamten gehabt. Interessant werde auch sein, wer Görg vor Vokaun (ehem. Leiter einer Stadtplanungsabteilung) gewarnt habe.

Kenesei kritisierte auch die Arbeit der Stadtplanung in den letzten Jahren. In Wien gebe es nur "Stadtplanung auf Zuruf von Investorengruppen", aber keine kontinuierliche und sinnvolle Entwicklung. Auf der grünen Wiese zu bauen sei keine Kunst, so der Grüne Gemeinderat.

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