Viennale 2002: Erstmals mehr als 70.000 Besucher

Wien (OTS) - Die Viennale 2002, die am 18. Oktober gestartet wurde und heute, Mittwoch, zu Ende geht, kann auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken. Erstmals wurden mehr als 70.000 Besucher gezählt, die Auslastung von 68,71 Prozent dokumentiert das wachsende Interesse. Details über die Viennale wurden am Mittwoch in einem Pressegespräch mit Direktor Hans Hurch bekannt gegeben.****

Wie Hurch im Zelt am Stadtpark hervorhob, war das Angebot an Vorstellungen 2002 größer als zuletzt. Besonders hob er die Nachmittagsschiene im Gartenbaukino hervor, die sehr gut angekommen ist. Auch die drei Tributes erwiesen sich als Erfolg, besonders das Interesse an Jürgen Böttcher übertraf die Erwartungen.

Unter den Spezialprogrammen stießen vor allem die Weltaufführung von Agnes Vardas "Deux ans apres", die erste internationale Präsentation des Gesamtwerks von Zeki Demirkubuz, die Lesung aus dem neuen Buch von Dietrich Kuhlbrodt, die Präsentation von zwei Programmen mit "Japanese Visuals" sowie die in der Galerie Klaus Engelhorn mit großem medialem Echo eröffnete und von der Künstlerin persönlich präsentierte Ausstellung "Yoko Ono - From My Window" auf große Resonanz und Publikumszuspruch. Seit der Vernissage besuchen täglich rund 250 Personen die Ausstellung, die noch bis 20. November in der Galerie Klaus Engelhorn zu sehen ist.

Preisträger der Viennale

Im Rahmen der Viennale 2002 wurden auch drei Preise vergeben. Der Fipresci-Preis, der Preis der internationalen Filmkritik, ging an den schwarz-weiß-Film "Tan de Repente" von Diego Lerman. Der aus Argentinien stammende Streifen ist ein spannungsgeladenes Road-Movie über rebellische Mädchen, das die Kraft eines argentinischen New-New-Wave ankündigt. Lobende Erwähnung fand der aus Südkorea von Park Ki Yong stammende Film "Nakta(dul)". Der Wiener Filmpreis, er besteht aus einem Geldbetrag der Kulturabteilung der Stadt Wien sowie finanzieller Zuwendungen verschiedener Firmen, wurde an Kenan Kilic für "Nachtreise" vergeben. Der Preis der Standard-Publikumsjury, heuer zum fünften Mal - geht an Thailand, an "Monrak Transistor" von Pen-ek Ratanaruang. Eine spezielle Erwähnung der Jury wurde dem türkischen Film "Itiraf" von Zeki Demirkubuz zuteil.

Einige Zahlen zur Auslastung

Insgesamt wurde die Viennale von 70.400 Personen besucht. Die Gesamtauslastung betrug 68,71 Prozent. Bei Spielfilmen waren es 72,32 Prozent, bei Dokumentarfilmen 68,24 Prozent, bei Kurzfilmen 64,14 Prozent und bei Special-Programs 54,22 Prozent. "Tribute to Ed Lachman" erreichte eine Auslastung von 46,88 Prozent, "Tribute to Jürgen Böttcher" 39,73 Prozent und "Tribute to Sissy Spacek" 34,78 Prozent. Als erstaunlich bezeichnete es Hurch, wie sehr der Bereich "Dokumentarfilm" vom Publikum angenommen wurde - beinahe im gleichen Ausmaß wie Spielfilme.

Die Viennale 2003 ist für den 17. bis 29. Oktober vorgesehen.

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(Schluss) ull/vo

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