FSG-Nussgraber: Weg für Frauen ist steiniger geworden

Fehlende Kinderbetreuungsplätze hemmen Frauen im Berufsleben

Wien (FSG). "Im September waren 93.068 Frauen in Österreich arbeitslos, um 7.238 (+8,4 Prozent) mehr als im September des Vorjahres. Weiterhin klafft die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen weit auseinander. Und fehlende oder unzureichende Kinderbetreuungseinrichtungen stellen Frauen in ganz Österreich vor oft unlösbare Probleme. Die Ausgangslage für Frauen in Österreich ist nach fast drei Jahren Blau-Schwarz alles andere als rosig", sagt Erika Nussgraber-Schnabl, Frauenvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen.++++

100.000 Kinderbetreuungsplätze müssen geschaffen werden, damit Frauen tatsächlich wählen können, ob sie berufstätig sein wollen oder nicht. Die FSG will Frauen zu gleichwertigen Partnerinnen am Arbeitsmarkt machen und die nötigen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Die fehlenden Kinderbetreuungsplätze sollen durch die Wiedereinführung der von der blau-schwarzen Regierung abgeschafften "Kindergartenmilliarde" finanziert werden. Besonders im Bereich von Krippen, Ganztageskindergärten sowie SchülerInnenhorten besteht mit Ausnahme von Wien in allen Bundesländern Aufholbedarf.

"Auch das Kindergeld muss verbessert werden", sagt Nussgraber-Schnabl. Es sei zwar für viele Frauen, die vorher keinen Anspruch auf Karenzgeld hatten, positiv, habe aber gar nichts dazu beigetragen, dass Beruf und Familie besser vereinbar sind. Der Weg für die Frauen zurück ins Berufsleben ist nur noch steiniger geworden. Die FSG-Frauenvorsitzende Erika Nussgraber-Schnabl fodert daher verbesserte Existenzsicherung während der Karenzzeit in Form eines einkommensabhängigen Karenzgeldes. Beim Kinderbetreuungsgeld müssen die Widersprüche zwischen arbeitsrechtlichen und leistungsrechtlichen Teil (Kündigungsschutz) für ArbeitnehmerInnen beseitigt werden. Die FSG will außerdem das Recht auf Teilzeitarbeit in bestimmten Lebensphasen (z.B. Kinderbetreuung) mit einem Rückkehrrecht in die Vollzeitbeschäftigung.

"Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung wieder echte Frauenpolitik", sagt Nussgraber-Schnabl abschließend. "Mit der SPÖ ist garantiert, dass wieder ein modernes, dem dritten Jahrtausend entsprechendes Frauenbild Platz greift, und nicht dieses konservative Zurück-an-den-Herd-Modell, das von Blau-Schwarz gefördert wurde."

FSG, 30. Oktober 2002
Nr. 094

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