NÖGKK Hutter gegen unsolidarische Selbstbehalte: "Damit trifft man nur die Kranken"

St. Pölten (OTS) - Erfreut zeigt sich der Obmann der Nö. Gebietskrankenkasse, KR Gerhard Hutter, über die Ergebnisse der neuesten OGM-Umfrage: Die Mehrheit der Österreicher spricht sich für eine moderate Beitragserhöhung aus, um dem Gesundheitssystem zusätzliche Mittel zuzuführen. Selbstbehalte oder aber Leistungskürzungen im Gesundheitswesen stoßen hingegen auf keinen Zuspruch. Hutter: "Ich freue mich, dass durch diese Umfrage neuen Selbstbehalten eine klare Absage erteilt wird - denn das wäre ein unsolidarischer Weg, damit trifft man nur die Kranken."

Die stete Diskussion um die Krankenkassen hat - so meint der NÖGKK-Obmann - durchaus auch sein Gutes: Der Gedanke der Solidarität - Gesunde unterstützen Kranke, Besserverdienende unterstützen Personen mit geringerem Einkommen - ist durchaus im Bewusstsein der Menschen verankert. Daher auch das Umfrageergebnis zu Gunsten einer Beitragserhöhung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 3 Euro/Monat, das eine faire und gleichmäßige Aufteilung der Finanzlast auf alle bedeutet. Und nicht - wie es bei Selbstbehalten (z.B. Ambulanzgebühr) der Fall ist - einzig und allein die Kranken trifft. Weiters erfreulich: Die Österreicher sehen ein, dass der Fortschritt in der Medizin sowie die steigende Inanspruchnahme von Leistungen (durch eine geänderte Altersstruktur) die Kosten steigen lassen - das Gesundheitssystem wird immer teurer.

Eine klare Absage hingegen erteilt Obmann Hutter dem liberalen Spitzenkandidaten Jesionek, der die "Versicherungspflicht" mit Wahlmöglichkeiten zwischen den Kassen fordert. Hutter: "Das Beispiel unseres Nachbarn Deutschland, der seit 1997 die Versicherungspflicht hat, zeigt uns, dass das System dadurch nicht billiger wird. Im Gegenteil - die Beiträge sind dort fast doppelt so hoch wie bei uns." Die Gefahr einer Wahlmöglichkeit ist zudem - so Hutter -, dass nur die Jungen, Gesunden und Reichen sich den "besseren" Träger mit einem größeren Leistungsangebot aussuchen können. Keine Wahl haben die sozial Schwachen - für sie bleibt die "Zwangsmitgliedschaft" bestehen. "Damit wird aber die Solidarität aufgegeben und einer Zwei-Klassen-Medizin Tür und Tor geöffnet."

Zwei-Klassen-Medizin ortet Hutter auch beim Vorschlag von VP-Rauch-Kallat, dass Krankenkassen intensiver mit Trägern privater Vorsorge zusammenarbeiten sollten. "Die soziale Krankenversicherung garantiert die gleiche, hochwertige medizinische Versorgung für alle. Und ich wünsche mir von jeder neuen Regierung, dass das auch für die Zukunft sichergestellt wird."

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