AKS: Arbeitszeit für SchülerInnen verkürzen

Neue OECD-Studie bestätigt Forderung der AKS nach einer Verkürzung der Arbeitszeit für SchülerInnen

Wien (SK) Die gestern veröffentlichte OECD-Studie "Education at a Glance 2002" beweist wieder einmal, dass Österreichs SchülerInnen länger in der Klasse sitzen als die SchülerInnen anderer Industirenationen. Mit durchschnittlich 1.148 Stunden pro Jahr befinden sich die österreichischen Zwölf- bis 14-Jährigen im Spitzenfeld. ****

"Die Studie ist definitiv ein Beweis für die Ineffizienz des österreichischen Schulsystems", so Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS. "Während PISA-Sieger Finnland eine vergleichsweise geringe Belastung für SchülerInnen aufweist (808 Stunden pro Jahr) ist die Leseleistung der finnischen 12 - 14-jährigen bei weitem höher als jene der österreichischen Alterskollegen" Für den SchülerInnenvertreter gibt es mehrere Ursachen für die Diskrepanz zwischen Arbeitszeit und Output. "Die mangelnde pädagogische und didaktische Ausbildung der LehrerInnen, die starre Schulhierarchie und der oft langweilig und mäßig innovative Unterricht tragen nicht zur Verbesserung der Ergebnisse bei", so Kowall.

"Eine Verkürzung der Schulzeit sowie eine Reduzierung der Arbeitsstunden kann leicht durch andere Maßnahmen kompensiert werden", so Kowall. "Kleinere Lerngruppen besonders in der AHS-Unterstufe, mehr projektorientierter Unterricht, sowie eine bessere LehrerInnenausbildung würden die Unterrichtsqualität massiv steigern", schloss der AKS-Vorsitzende. (Schluss) ns/mm

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