- 29.10.2002, 16:29:49
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AKS: Arbeitszeit für SchülerInnen verkürzen
Neue OECD-Studie bestätigt Forderung der AKS nach einer Verkürzung der Arbeitszeit für SchülerInnen
Wien (SK) Die gestern veröffentlichte OECD-Studie "Education at a
Glance 2002" beweist wieder einmal, dass Österreichs SchülerInnen
länger in der Klasse sitzen als die SchülerInnen anderer
Industirenationen. Mit durchschnittlich 1.148 Stunden pro Jahr
befinden sich die österreichischen Zwölf- bis 14-Jährigen im
Spitzenfeld. ****
"Die Studie ist definitiv ein Beweis für die Ineffizienz des
österreichischen Schulsystems", so Niki Kowall, Bundesvorsitzender
der AKS. "Während PISA-Sieger Finnland eine vergleichsweise geringe
Belastung für SchülerInnen aufweist (808 Stunden pro Jahr) ist die
Leseleistung der finnischen 12 - 14-jährigen bei weitem höher als
jene der österreichischen Alterskollegen" Für den
SchülerInnenvertreter gibt es mehrere Ursachen für die Diskrepanz
zwischen Arbeitszeit und Output. "Die mangelnde pädagogische und
didaktische Ausbildung der LehrerInnen, die starre Schulhierarchie
und der oft langweilig und mäßig innovative Unterricht tragen nicht
zur Verbesserung der Ergebnisse bei", so Kowall.
"Eine Verkürzung der Schulzeit sowie eine Reduzierung der
Arbeitsstunden kann leicht durch andere Maßnahmen kompensiert
werden", so Kowall. "Kleinere Lerngruppen besonders in der
AHS-Unterstufe, mehr projektorientierter Unterricht, sowie eine
bessere LehrerInnenausbildung würden die Unterrichtsqualität massiv
steigern", schloss der AKS-Vorsitzende. (Schluss) ns/mm
Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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