Sommersaison 2002 mit Nächtigungs- und Einnahmenplus

Landesstelle für Statistik präsentiert Tourismusstatistik

Bregenz (VLK) – Die Sommersaison 2002 war für Vorarlberg erfolgreich, es ist ein Nächtigungs- und Einnahmenplus zu verzeichnen. Das geht aus der aktuellen Tourismusstatistik
der Landesstelle für Statistik hervor. Die Sommersaison
begann im Mai mit einem kräftigen Nächtigungsplus von 25 Prozent, was ausschließlich mit der Verlagerung aller
wichtigen Feiertage in diesen Monat zusammenhängt. ****

Im Juni sank dann die Nächtigungsziffer um zehn Prozent,
weil nicht nur Pfingsten, sondern auch Fronleichnam bereits
im Mai gefeiert wurden, im Juli konnte ein bescheidenes Nächtigungsplus von 0,5 Prozent erzielt werden, im August
betrug dieses zwei Prozent, im September sank die
Nächtigungsziffer um drei Prozent. In den Monaten Mai bis
September der Sommersaison 2002 wurden von 722.200 Gästen
2,961.400 Übernachtungen gebucht. Die Zahl der
Gästeankünfte stieg um drei Prozent, die Nächtigungsziffer
um 0,5 Prozent.

Im Beherbergungsgewerbe war der Nächtigungszuwachs mit
1,5 Prozent wesentlich größer. In den Hotels, Gasthöfen und Pensionen wurden 1,640.700 Übernachtungen gebucht. In den Ferienwohnungen stieg die Nächtigungsziffer um einen
Prozent auf 633.600 Übernachtungen, in den Privatquartieren
sank sie um 4,5 Prozent auf 272.700 Übernachtungen. Auf den Campingplätzen stieg die Zahl der Übernachtungen um 6,5
Prozent auf 187.100 Nächtigungen, in den Massenunterkünften
kam es zu einem Rückgang um 4,5 Prozent auf 227.300 Übernachtungen. Das gute Ergebnis in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben ist vor allem einer starken Frequenz
in den 5/4-Sterne-Betrieben zu danken. Es wurden 671.700 Übernachtungen gebucht, um 4,5 Prozent mehr als im Sommer
2001. In den 3-Sterne-Betrieben stieg die Nächtigungsziffer
um 1,5 Prozent auf 635.400 Übernachtungen, in den Betrieben
der untersten Kategorie sank sie allerdings um 3,5 Prozent
auf 333.600 Nächtigungen.

Diese Zuwächse in der gehobenen Hotellerie, aber auch
der rege Einkaufstourismus und Ausflugsverkehr bewirkten
eine erfreuliche Steigerung der Ausgaben der Touristen. In
den Tourismusbranchen, aber auch in den verschiedenen
anderen Branchen, die vom Tourismus profitieren, wurden in
den Monaten Mai bis September 2002 insgesamt 837 Millionen
Euro eingenommen, um rund zwei Protzent mehr als im
Vorjahr. In der Sommersaison 2001 waren es im gleichen
Zeitraum 821 Millionen Euro. Die Valutenumwechslungen von
Touristen aus den Herkunftsländern mit hohen
Nächtigungszuwächsen stiegen überdurchschnittlich. Die
Gäste aus der Schweiz haben ihre Ausgaben gegenüber dem
Vorjahr um rund acht Prozent erhöht. Die Dollar-
Umwechslungen stiegen sogar um mehr als ein Fünftel. Die
Abhebungen mit Kreditkarten und ECI-Karten bei den
Bankomaten, die über das APSS abgerechnet werden und dem
Tourismus zuzurechnen sind, haben das Niveau des Vorjahres
knapp überschritten.

Zum guten Abschneiden in der bisherigen Sommersaison
haben vor allem die Gäste aus Belgien mit einem Plus von
12,5 Prozent, aus Italien mit elf Prozent, aus der Schweiz
und aus England mit je 10,5 Prozent, aus Amerika mit 6,5
Prozent, aus den Niederlanden mit sechs Prozent und aus
Frankreich mit 2,5 Prozent beigetragen. Mit der
Nächtigungsziffer der deutschen Urlauber wurde das Vorjahresergebnis knapp verfehlt. Die Nächtigungsziffer der Österreicher sank um drei Prozent.

Von den einzelnen Tourismus-Destinationen war der
Arlberg mit einem Nächtigungsplus von 4,5 Prozent am erfolgreichsten, gefolgt vom Bregenzerwald mit einem
Zuwachs von 3,5 Prozent, dem Montafon mit 2,5 Prozent
und der Region Bodensee-Alpenrhein mit 1,5 Prozent.
In der Alpenregion Bludenz konnte das Vorjahresergebnis
minimal überschritten werden, im Kleinwalsertal sank die Nächtigungsziffer um vier Prozent, wobei sich vor allem die Verluste im Juni mit 19,5 Prozent und im Juli mit neun
Prozent negativ auswirkten.

Die Nächtigungsziffer von Oktober kann das Endergebnis
des Tourismussommers 2002 nur noch minimal verändern. Die Nächtigungsziffer vom Sommer 2001 dürfte wieder zu
erreichen sein. Damals wurden 3,268.500 Übernachtungen
gebucht. Es war dies eines der besten Ergebnisse seit Mitte
der 90er Jahre.
(so/ug,nvl)

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