Bestmögliche Koordination der psychiatrischen Betreuung

Landesregierung beschloss Psychiatriekonzept

Bregenz (VLK) - Das Vorarlberger Psychiatriekonzept wurde heute, Dienstag, von der Landesregierung beschlossen und anschließend im Pressefoyer von Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof und dem federführenden Autor, Professor Michael Arnold aus Tübingen, vorgestellt. Damit liegt nun auch für diesen wichtigen Bereich ein umfassender Wegweiser und Leitfaden für künftige Planungen und Maßnahmen vor.

Vorarlberg hat in den 1970-er Jahren mit dem Neubau und des regionalen neurologisch-psychiatrischen Krankenhauses in Rankweil einen ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung gemacht. In der Folge wurden viele Betreuungsangebote entwickelt: Heute hat Vorarlberg im Pro-Kopf-Vergleich der Bundesländer die höchste Zahl an niedergelassenen Fachärzten im psychiatrischen Bereich, und auch bei den sozialpsychiatrischen Angeboten liegt Vorarlberg österreichweit an der Spitze.

Laut Landesrat Bischof erfordert es die Vielfalt des Betreuungsangebotes, das Zusammenspiel der Einrichtungen zu optimieren. Diese Absicht verfolge das Psychiatriekonzept. Ziel ist ein hochqualitatives, patientenorientiertes, flächendeckendes, vernetztes und abgestuftes Versorgungsgefüge für psychisch Kranke, so Bischof.

Bei der Ausarbeitung des Psychiatriekonzeptes wurde Wert darauf gelegt, alle Verantwortlichen, alle Psychiatrie-relevanten Einrichtungen und auch Interessengruppen von Patienten bzw. betroffenen Angehörigen in die Diskussion einzubeziehen. Dadurch sollen breite Akzeptanz und effiziente Umsetzung sichergestellt werden.

Zu den wichtigsten Empfehlungen des Psychiatriekonzeptes zählen die Bestellung eines Psychiatriebeirates als beratendes Gremium, die Einrichtung eines Psychiatrieforums als Informations- und Kommunikationsplattform sowie der Aufbau eines "Krisendienstes", zB in Form eines Call-Centers. Weiters wird eine bessere Vernetzung angestrebt, und zwar durch einen "Case Manager", der den Patienten durch die Versorgung "leitet", damit der Kranke jeweils am richtigen Ort versorgt wird.
(gw/tm/dig) (psychiatrie.vlk)

BU: Präsentation des Vorarlberger Psychiatriekonzeptes: (v.l.) Peter Marte, LR Bischof, LH Sausgruber, Prof. Michael Arnold, Sanitätsdirektor Elmar Bechter
Foto: VLK/T. Mair/dig, 29. Oktober 2002

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