• 29.10.2002, 14:19:45
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StudentInnen waren lange genug des ÖVP-Wahnsinns Beute!

"Besteuerung der Leistung Studierender" kontraproduktiv und unsozial

Wien (OTS) - Die heute präsentierte OECD-Studie "Education at a
Glance 2002" macht einmal mehr die Versäumnisse der
ÖVP-Bildungspolitik deutlich. Die "Besteuerung der Leistung
Studierender" bewirkt weder eine Verkürzung der Studiendauer noch
eine Anhebung der AkademikerInnenquote. Der Etikettenschwindel
Gehrers, die Quote durch AbsolventInnen der Pädagogischen Akademien
aufzupeppen, ist ohnehin längst aufgeflogen. Ein Baccalaureat-Studium
bringt zwar einen schnelleren Abschluss, jedoch hat ein verschultes
Kurzstudium eher wenig mit wissenschaftlicher Bildung zu tun. "Hier
wird eine Notwendigkeit zu Verschulung und Auswahl der
Studienrichtung nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit propagiert", so
die ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz.****

Selbst OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher hob im Gespräch mit
der APA hervor, dass es in Österreich an Angeboten für berufstätige
Studierende mangle. "Die ÖH fordert ein Lehrangebot, dass
Berufstätigen entgegenkommt", so die ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger.
StudentInnen sind durchaus bestrebt, ihr Studium so schnell als
möglich abzuschliessen. "Platz- und Raumnot, gravierender Mangel an
Lehrpersonal und selektive Anmeldesysteme führen jedoch häufig zu
einer Verzögerung und damit längeren Studiendauer", erklärt
Weinberger. Schleicher bestätigt außerdem die Positionen der ÖH wenn
er konstatiert, dass Studiengebühren nicht zu einer Verkürzung der
Studiendauer führen, wie das in anderen Staaten beobachtet werden
kann.

Der ÖVP-Bildungssprecher Amon dürfte eine andere Studie vorliegen
haben. "Eine 'internationale Bestätigung für Gehrers Politik' sehe
ich nicht. Keine Ahnung, an welchen Studien hier von Amon
herumgedeutelt wird", so Mautz. Für eine tatsächliche
Internationalisierung und Modernisierung des österreichischen
Hochschulsektors fordern die ÖH-Vorsitzenden Mautz und Weinberger:
"Abschaffung der Studiengebühren, Umsetzungsstopp des UG 2002,
Ausweitung der Förderungssysteme, gleiche Rechte für ausländische
KollegInnen und aktive Frauenförderung, also genau das Gegenteil der
ÖVP-Bildungspolitik."

Rückfragehinweis: Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Fabian
ÖH-Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/43-56-444
mailto: michaela.fabian@oeh.ac.at
www.oeh.ac.at

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