- 29.10.2002, 14:18:45
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Kinderfreunde fordern flexibles Kindergeld
Binder: Arbeitsbedingungen müssen sich an Familienbedürfnisse anpassen, nicht umgekehrt!
Wien (SK) Die Österreichischen Kinderfreunde und SPÖ-Frauen
bekräftigten heute ihre Forderung nach fairen Arbeitsbedingungen für
Familien "Die Müttererwerbstätigkeit ist in den letzten Jahren stark
angestiegen, besonders die junger Frauen. Im Jahr 2000 waren 60
Prozent der Mütter mit Kindern unter 15 Jahren erwerbstätig, 11
Prozent in Karenz, drei Prozent arbeitslos und nur 27 Prozent nicht
erwerbstätig. Die Arbeitswelt muss sich an die Bedürfnisse der neuen
Familien anpassen und auf die veränderten Lebensbedingungen
reagieren", fordert SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, die auch
familienpolitische Sprecherin der Österreichischen Kinderfreunde ist,
am Dienstag in einer Pressekonferenz. ****
Binder nannte als weitere familien- und frauenpolitische
Anliegen: Eltern wollen ihre Arbeitszeit flexibel gestalten, damit
sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können. Gleicher Lohn für
gleiche Arbeit bei beiden Geschlechtern würde Vätern die Chance
geben, sich in der Kindererziehung mehr zu engagieren. Flexible
Karenzmodelle bieten für alle Eltern individuelle
Lösungsmöglichkeiten. Und: Es muss ein Recht auf Teilzeit für Eltern
kleiner Kinder geben.
"Eltern können nur dann ruhigen Gewissens arbeiten gehen,
wenn sie überzeugt sind, dass ihre Kinder gut betreut sind. Der Sinn
der Kinderbetreuung liegt in der gegenseitigen Ergänzung von
familiärer und außerfamiliärer Erziehung der Kinder. In einer breit
angelegten deutschen Studie wurde festgestellt, dass Kinder in
qualitativ hochwertigeren Betreuungseinrichtungen in ihrem
Entwicklungsstand den anderen Kindern bis zu einem Jahr in der
Entwicklung voraus sind", ergänzt Binder.
Der Ausbau von Betriebskindergärten, mehr Ganztagsschulen und
innovativen Betreuungsformen an Schulen im ländlichen Bereich sind
dafür notwendig, betonte Binder. Die Wiedereinführung der
Kindergartenmillionen wäre ein wichtiger Beitrag, um den
flächendeckenden Ausbau zu beschleunigen, so Binder abschließend.
(Schluss) wf/mp/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at
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