- 29.10.2002, 14:07:50
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Bartenstein ersucht russische Vizepremierministerin Matwijenko dringend um nähere Informationen über Gaseinsatz bei Geiseldrama in Moskau Utl: Rechtliche Schritte der Betroffenen im Zusammenhang mit der Geiselbefreiung nicht ausgeschlossen
Wien (BMWA/OTS) - Bundesminister Dr. Martin Bartenstein brachte
gegenüber der russischen Vizepremierministerin Walentina Matwijenko
sein tiefes Bedauern zum Ausdruck, dass eine österreichische
Staatsbürgerin an den Folgen des Gaseinsatzes während der
Befreiungsaktion der russischen Sicherheitskräfte verstorben sei.
Dieser Todesfall sei umso bedauerlicher, als der österreichische
Botschafter von russischer Seite bis zuletzt dahingehend informiert
worden ist, dass es der österreichischen Staatsbürgerin gut gehe und
sie nicht in Lebensgefahr schwebe.
Er sehe sich daher gezwungen, sein Befremden über die russische
Desinformationspolitik zum Ausdruck zu bringen und ersuchte
Vizepremierministerin Matwijenko dringend, detaillierte Informationen
über die Art und Zusammensetzung des verwendeten Gases zu geben.
Abschließend verwies Bartenstein darauf, dass österreichischerseits
allfällige rechtliche Schritte von Betroffenen im Zusammenhang mit
den Umständen und den Folgen der Geiselbefreiung nicht ausgeschlossen
werden könnten.
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