AK-Präsident Wipplinger: von ausreichender Versorgung mit Nachmittagsbetreuung für Schulkinder keine Rede

Linz (AKO) Die Aussage von Bildungs-Landesrat Walter Aichinger, in Oberösterreich stehe ein flächendeckendes Netz an Angeboten für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern zur Verfügung, sei eine glatte Verhöhnung berufstätiger Eltern und ihres Wunsches nach mehr schulischer Nachmittagsbetreuung, so Arbeiterkammer-Präsident Hubert Wipplinger.

Mehr als 140.000 Mädchen und Buben besuchen derzeit die oberösterreichischen Pflichtschulen. "Wenn davon, wie Aichinger in einer Aussendung behauptet, 8775 am Nachmittag institutionell betreut werden, dann sind das ungefähr 6 Prozent", sagt Wipplinger. Und wenn Aichinger in diesem Zusammenhang von einer "flächendeckenden Versorgung" rede, dann zeige das, wie wenig ernst er die Anliegen berufstätiger Eltern und vor allem berufstätiger Frauen nehme.

Eine gestern präsentierte Studie der Arbeiterkammer zur Nachmittagsbetreuung von Schulkindern hat gezeigt, dass 70 Prozent der Eltern Nachmittagsbetreuung wünschen, und zwar vorzugsweise schulische Betreuung. "Landesrat Aichinger fällt dazu nichts anderes ein, als mit völlig realitätsfernen Behauptungen zu kontern. Das eine Vogel-Strauß-Politik, die an den Bedürfnissen der Menschen in diesem Land völlig vorbeigeht", kritisiert Wipplinger. Es ist daher nicht überraschend, wenn 61 Prozent der befragen Eltern finden, dass die Politik zu wenig für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie tut. Landesrat Aichinger liefert dafür den traurigen Beweis.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2190
macher.m@ak-ooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001