Pirklhuber: Jubel Molterers und der ÖVP-Agrarlobby verfrüht

Grüne warten auf konkrete Reformvorschläge der Kommission

Wien (OTS) "Der Agrarkompromiss ist zwar eine notwendige Voraussetzung für die EU-Erweiterung, da der Finanzrahmen geklärt wurde, damit ist aber noch nicht die dringend fällige Agrarreform vom Tisch", so Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen. "Eine Agrarwende sei unabdingbar, betont Pirklhuber, denn die Förderungen müssen gerechter verteilt, die ökologische Ausrichtung müsse stärker betont und die bäuerlichen Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Molterer und die Agrarfunktionäre klammern sich an ein ungerechtes System, das die Industrialisierung und den Strukturwandel, also die Abwanderung aus dem ländlichen Raum weiterhin begünstigt," kritisiert Pirklhuber.

Die Grünen warten nun auf eine Konkretisierung der Vorschläge der Kommission, die sie in der Midterm-Review skizziert hat. "Im Kern waren diese Ansätze ein Weg in die richtige Richtung, wobei die Grünen in einzelnen Punkten, wie etwa in der weiteren Weltmarktorientierung der EU-Agrarpolitik auch Kritik übten.

"Grundsätzlich werden die SteuerzahlerInnen nur für eine ökologisch und sozial tragfähige Landwirtschaft, die Lebensmittel in hoher Qualität produziert, bereit sein, zu bezahlen," so Pirklhuber. Die Kommission müsse daher mutig die nächsten Reformschritte in diese Richtung setzen. "Ich gehe davon aus, dass 2003 ein Jahr der Agrarreform-Debatte wird und die Grünen werden weiterhin EU-weit alles daran setzen, dass sich Vernunft und Qualität durchsetzen", betont Pirklhuber.

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