Glawischnig zu Molterer: Unbefriedigende Lebensmittelpolitik

ÖVP hat aus Skandalen keine Konsequenzen gezogen

Wien (OTS) - "Die Lebensmittel-Politik der Schwarz-Blauen Bundesregierung kann nur als unbefriedigend bezeichnet werden", kommentiert Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen, heutige Aussagen von Bundesminister Molterer, wonach sich das österreichische Lebensmittelmodell als erfolgreiches Konzept erwiesen hätte. "Aus einer ganzen Reihe von Skandalen wurden keine Konsequenzen gezogen", so Glawischnig.

Bei Obst und Gemüse aus heimischen Supermärkten etwa wurden über Monate hinweg katastrophale Belastungen mit giftigen Pestiziden entdeckt. Die Bundesregierung weigert sich bis heute, detaillierte Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit bekannt zu geben. "Statt die Lebensmittelkontrolle zu verstärken wurden drastische Sparmaßnahmen gesetzt. Durch die Unterstellung der Lebensmittelagentur unter die Landwirtschaft ist eine unabhängige Lebensmittelkontrolle nicht mehr gewährleistet", so Glawischnig.

Notwendig wäre eine echte Wende in der Lebensmittelpolitik ein. "Die Verankerung des Vorsorgeprinzips, lückenlose, unabhängige Kontrollen und volle Information für KonsumentInnen sind die zentralen Reformen für eine Lebensmittelpolitik für die Menschen", so Glawischnig. Die ÖVP hingegen wolle nur ein paar Scheinmaßnahmen setzen und im wesentlichen alles beim alten belassen, so Glawischnig abschließend.

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