Joint Venture mit Kirgisien öffnet Kärntner Firmen zentralasiatischen Markt

LR Rohr: Mit Kärntner Umwelt-know-how werden Wasserversorgungsanlagen in kirgisischer Stadt Osh saniert

Klagenfurt (LPD) - Die Firma INFRAMAN aus Velden mit Stammsitz in Tirol hat am vergangene Woche mit der kirgisischen Stadt Osh ein Joint Venture für die Dauer von 30 Jahren abgeschlossen. INFRAMAN wird über das Joint venture die Wasserversorgung in Osh sanieren. Grundlage der kirgisisch-österreichischen Kooperation bildet das EU-Projekt "Osh Water Supply Plan" (Wasserversorgungsplan der Stadt Osh), welches von November 2000 bis Mai 2002 unter der Federführung der Umweltabteilung des Landes Kärnten mit fachlicher Unterstützung des Wasserwerks Villach durchgeführt wurde.

Bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit INFRAMAN-Geschäftsführer Helmut Weidel in Velden wertete heute Umweltlandesrat Reinhart Rohr den Abschluss des Joint Ventures "als großen Erfolg für das Land Kärnten." Daraus resultierend ergebe sich nun eine Vielzahl von Möglichkeiten zur weiteren Zusammenarbeit zwischen österreichischen und kirgisischen Firmen in diesem interessanten zentralasiatischen Markt, unmittelbar an der Grenze zu China, so Rohr. "Kärntner Umwelt-und Wasserexperten haben so mit ihrer Arbeit der heimischen Wirtschaft das Tor für Millionenaufträge in Kirgisien geöffnet", betonte der Umweltreferent. Die Zusammenarbeit Osh-Kärnten sei ein Musterbeispiel dafür, wie mit Hilfe EU-cofinanzierter Projekte durch Mitarbeiter des Landes Kärnten wirtschaftliche Kontakte hergestellt und neue Märkte für Kärnten erschlossen werden können.

Die Firma INFRAMAN plant als ersten Schritt die Errichtung eines 1,6 Megawatt starken Kleinkraftwerkes in Osh, um das Gefälle von rund 40 Metern bei einer bestehenden Talsperre zur Trinkwasser- und Energiegewinnung zu nutzen. Mit der produzierten Energiemenge lasse sich ein Großteil der Betriebskosten des Wasserwerkes Osh einsparen, wodurch laut INFRAMAN-Geschäftsführer Weidel wiederum Geldmittel für die Sanierung des desolaten Wasserleitungsnetzes zur Verfügung stünden. Bei der Errichtung des Kleinkraftwerkes mit geschätzten Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro ist seitens der Investoren beabsichtigt, auch Kärntner Firmen einzubinden.

Anlässlich der Abschlusskonferenz des EU-Projektes "Osh Water Supply Plan" am 8. Mai d. J. in Osh wurde von der Kärntner Delegation unter Leitung der Landtagsabgeordneten Nicole Cernic ein Freundschaftsvertrag mit der Region unterzeichnet, um die Bereitschaft zur politischen Unterstützung für weitere Aktivitäten zwischen Osh und Kärnten zu bekräftigen. Durch den Joint Venture-Vertrag der Firma INFRAMAN erfolgte nun der erste konkrete Schritt zur Umsetzung.

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