Molterer: Biomasse-Nutzung kann 20 % der angepeilten CO2- Einsparungen abdecken

Nationale Klimastrategie zeichnet Weg zur Erreichung von Österreichs Klimaschutzzielen vor

Wien (OTS) - Durch den verstärkten Einsatz von Biomasse als Energieträger können in Österreich in den nächsten Jahren bis zu zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart werden. Das entspricht einem Fünftel jener Einsparungen beim Ausstoß von Treibhausgasen, zu denen sich Österreich im Rahmen des Kyoto-Klimaschutzprotokolls bis zum Zeitraum 2008/2012 verpflichtet hat. "Mit einer nationalen Klimastrategie haben Bund und Länder ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das die Ausschöpfung dieser Einsparungspotenziale sicherstellen soll", erklärte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer heute, Dienstag, anlässlich der Österreichischen Biomassetage, die seit gestern in Lienz (Osttirol) stattfinden.

Bei der Erzeugung von Raumwärme und Energie setzt Österreich zunehmend auf die Nutzung erneuerbarer Energieträger. So stieg allein von 2000 bis 2001 die Anzahl von kleindimensionierten Hackschnitzelheizungen in Österreich um 30 Prozent, die der Pelletsheizungen sogar um 40 Prozent. "Um die Nutzung von Biomasse weiter zu forcieren, wurden die Umweltförderungen des Bundes gezielt auf den Klimaschutz ausgerichtet", sagte Molterer. Bereits 83,2 % aller 2001 vergebenen betrieblichen Umweltförderungen entfielen auf klimaschutzrelevante Projekte. Im Konjunkturpaket, das die Bundesregierung erst kürzlich verabschiedet hat, stehen allein zur Förderung des verstärkten Einsatzes von Biomasse ebenfalls 15 Millionen Euro bereit.

Österreich hat sich im Klimaschutzprotokoll von Kyoto vepflichtet, seine Treibhausgase bis zum Zeitraum 2008/2012 um 13 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Insgesamt sollen rund 10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Die Maßnahmen zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls sind in der Klimastrategie festegelegt, die heuer vom Ministerrat und von den Landeshauptleuten verabschiedet wurde.

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