VP-Marek zu SP-Gusenbauers Kindergartenmilliarde: undifferenzierte Ideologiekeule

Bedürfnisorientiertes Angebot für Kinderbetreuung anstatt Kindergartenzählplätze

"Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter zu verbessern, müssen individuelle und alternative Kinderbetreuungsangebote stärker forciert werden", stellte heute Christine Marek, stellvertretende Landesparteiobfrau und Nationalratskandidatin der Wiener Volkspartei, in Richtung von SP-Gusenbauer fest: "Die Wiedereinführung der Kindergartenmilliarde zur Erbauung von Kindergärten geht dabei am qualitativen Bedarf vorbei. Hier wird wieder einmal undifferenziert die Ideologiekeule der SPÖ geschwungen, wonach den Eltern mit Einheitsbetreuung die Wahlfreiheit von individuell gestaltbaren Betreuungsalternativen genommen werden soll." ****

Es sei bezeichnend, daß die zuständige Stadträtin Laska in ihrer letztwöchigen Pressemeldung zum Wiener Kinderbetreuungssystem das Wort Tagesmutter bzw. -vater nicht einmal erwähnt. Während z.B. Niederösterreich fast 2.000 Tagesmüttern höchste Zufriedenheit bei den Eltern mit der flexiblen, kindorientierten und familienatmosphärischen Kleinstkinderbetreuung vorweisen kann, gibt es in Wien seit Mai 2002 keine finanziellen Mittel mehr für die mobilen Tagesmütter und -väter. Auch die Ausbildung zur Tagesmutter bzw. zum Tagesvater ist nunmehr Privatvergnügen ; lediglich bei der Stadt Wien angestellte Tagesmütter werden bei der Ausbildung finanziell unterstützt - und das ist eine verschwindend geringe Zahl. Was Wiener Familien dringend brauchen, seien zusätzliche Kinderbetreuungsplätze für 0 bis 3jährige und leistbare Nachmittags-und Ferienbetreuung für Schulkinder, definierte Marek - selbst Alleinerzieherin - den konkreten Bedarf. Gerade für die Kleinstkinder sei die Familienatmosphäre bei Tageseltern der Lernentwicklung förderlich. Marek wies auch darauf hin, daß Kinderkrippen nicht flexibel zu buchen sind, was aber für stundenweise und bedarfsweise Erwerbstätigkeit während der Kindergeldzeit notwendig wäre. "Wenn eine Mutter oder ein Vater etwa nur zwei Vormittage in der Woche Betreuung für das Kleinkind braucht, dann ist das mit mobilen Tageseltern leichter gestaltbar. Der reguläre Krippenbetrieb
ist für solche Fälle nicht flexibel genug" weist Marek auf die praktischen Probleme hin.

Auffallend an den Aussagen von Gusenbauer und Laska ist - so Marek, daß keiner der beiden vom Potential der Väter spricht, die ja offenbar in derartigem Linkskonservativismus nicht in Familienaufgaben eingebunden werden.

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