• 29.10.2002, 09:01:44
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  • OTS0015 OTW0015

VP-Marek zu SP-Gusenbauers Kindergartenmilliarde: undifferenzierte Ideologiekeule

Bedürfnisorientiertes Angebot für Kinderbetreuung anstatt Kindergartenzählplätze

"Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter zu
verbessern, müssen individuelle und alternative
Kinderbetreuungsangebote stärker forciert werden", stellte heute
Christine Marek, stellvertretende Landesparteiobfrau und
Nationalratskandidatin der Wiener Volkspartei, in Richtung von
SP-Gusenbauer fest: "Die Wiedereinführung der Kindergartenmilliarde
zur Erbauung von Kindergärten geht dabei am qualitativen Bedarf
vorbei. Hier wird wieder einmal undifferenziert die Ideologiekeule
der SPÖ geschwungen, wonach den Eltern mit Einheitsbetreuung die
Wahlfreiheit von individuell gestaltbaren Betreuungsalternativen
genommen werden soll." ****

Es sei bezeichnend, daß die zuständige Stadträtin Laska in ihrer
letztwöchigen Pressemeldung zum Wiener Kinderbetreuungssystem das
Wort Tagesmutter bzw. -vater nicht einmal erwähnt. Während z.B.
Niederösterreich fast 2.000 Tagesmüttern höchste Zufriedenheit bei
den Eltern mit der flexiblen, kindorientierten und
familienatmosphärischen Kleinstkinderbetreuung vorweisen kann, gibt
es in Wien seit Mai 2002 keine finanziellen Mittel mehr für die
mobilen Tagesmütter und -väter. Auch die Ausbildung zur Tagesmutter
bzw. zum Tagesvater ist nunmehr Privatvergnügen ; lediglich bei der
Stadt Wien angestellte Tagesmütter werden bei der Ausbildung
finanziell unterstützt - und das ist eine verschwindend geringe Zahl.
Was Wiener Familien dringend brauchen, seien zusätzliche
Kinderbetreuungsplätze für 0 bis 3jährige und leistbare Nachmittags-
und Ferienbetreuung für Schulkinder, definierte Marek - selbst
Alleinerzieherin - den konkreten Bedarf. Gerade für die Kleinstkinder
sei die Familienatmosphäre bei Tageseltern der Lernentwicklung
förderlich. Marek wies auch darauf hin, daß Kinderkrippen nicht
flexibel zu buchen sind, was aber für stundenweise und bedarfsweise
Erwerbstätigkeit während der Kindergeldzeit notwendig wäre. "Wenn
eine Mutter oder ein Vater etwa nur zwei Vormittage in der Woche
Betreuung für das Kleinkind braucht, dann ist das mit mobilen
Tageseltern leichter gestaltbar. Der reguläre Krippenbetrieb
ist für solche Fälle nicht flexibel genug" weist Marek auf die
praktischen Probleme hin.

Auffallend an den Aussagen von Gusenbauer und Laska ist - so Marek,
daß keiner der beiden vom Potential der Väter spricht, die ja
offenbar in derartigem Linkskonservativismus nicht in
Familienaufgaben eingebunden werden.

Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:presse@oevp.wien.at
http://www.oevp-wien.at

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