"Neues Volksblatt" Kommentar: "Aufbruch" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 28. Oktober 2002

LINZ (OTS) - Die ÖVP hat in Linz ihren Intensivwahlkampf eröffnet. Die Standing Ovations der mehr als 3000 Funktionäre und Gäste für Wolfgang Schüssel sind nicht geschmeichelt gewesen. Aus mehrfachem Grund:
Schüssel hat überzeugt. Der Inhalt seiner Rede ist von einer herzeigbaren Bilanz und von innen- wie außenpolitischer Kompetenz bestimmt gewesen.
Schüssel hat Überlegenheit demonstriert. Der Kanzler und ÖVP-Chef hat jedwede billige Polemik gegenüber dem politischen Gegner vermieden. Eine solche war ohnedies nie sein Stil, trotzdem bleibt auch dies erwähnenswert.
Schüssel hat sich und die ÖVP gegenüber allen anderen drei Parlamentsparteien klar abge-
grenzt, was man vom rot-grünen Gegenüber nicht behaupten kann. Am Beispiel Sicherheit hat der Kanzler den Unterschied zu SPÖ und Grünen aufgezeigt. Mit seinem Ja zu Europa und zur Osterweiterung hat er die Trennlinie zu den Freiheitlichen gezogen.
Schüssel hat schließlich nicht seine Person allein, sondern sein gesamtes Regierungsteam als Empfehlung an den Wähler in den Mittelpunkt gestellt. Ein Plus, das SPÖ, FPÖ und Grünen fehlt. Schüssel ist Realist geblieben. Es fehlten noch 100.000 Stimmen zur Nummer eins, hat er gesagt. Linz hat gezeigt: Sie sollten zu schaffen sein!

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