Vecsey: Thema Bildung geht im Wahlkampf unter

Schülerunion enttäuscht von SP-Bundesparteitag

"Schlecht steht es um die Bildungsdiskussion in Wahlkampfzeiten", berichtet Marc Vecsey, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion. Gerade in Wahlkampfzeiten müsse man die hohe Aufmerksamkeit der Zuhörer nutzen, um das Bildungsbewusstsein zu stärken. Deshalb sei es "unglaublich, dass Politiker, die meinen, sie würden unser Land bald regieren, das Thema Bildung so vehement meiden", kritisiert Vecsey die Redner des SP-Bundesparteitages.****

"Beeindruckend" sei die "kunstvolle" Rede des SP-Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer gewesen: Es sei "wahrhaft eine Kunst, die Wörter Bildung und Schule an einem Bundesparteitag nicht ein einziges Mal unterzubringen."

Selbst die SPÖ-Studentenvertreter fänden "keine klaren Worte für aktuelle Probleme in der Bildung". Die Rede der ÖH-Vorsitzenden Andrea Mautz sei "mehr als schwach" gewesen. So sei sie etwa auf keine einzige Sorge der Universitäten eingegangen. "Mautz verbringt wohl zuviel Zeit im SP-Container. Wenn sie öfter auf der Uni wäre, könnte sie sicher mehr berichten", so der Bundesobmann der Schülerunion.

Selbst SP-nahe Schülervertreter scheinen im Wahlkampf wenig Interesse daran zu haben, das Bildungsbewusstsein zu fördern. Vecsey verweist auf Nikolaus Kowall, Vorsitzender der "Aktion Kritischer SchülerInnen" (AKS), der am heutigen Parteitag in den Bundesparteivorstand der SPÖ gewählt worden sei. Dieser schriebe in der Schülerzeitung "Syntax", dass die vom Nationalrat beschlossene Oberstufenreform "zu langweilig" sei, als dass man etwas darüber berichten könnte. "Kowall soll lieber Märchenbücher schreiben als Artikel für Schülerzeitungen", empfahl Vecsey, der abschließend die Wichtigkeit der angesprochenen Reform betonte.

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