Schüssel: Grenzen uns bewusst von Schmutzkübelkampagne ab

Asyl: Stehen voll hinter Innenminister Ernst Strasser - Genau zwischen Flüchtlingen und Wirtschafts-Migranten unterscheiden

Linz, 27. Oktober 2002 (ÖVP-PD) Die ÖVP werde sich in ihrer Wahlwerbung ganz bewusst von einer Schmutzkübelkampagne der Opposition abgrenzen, erklärte ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel beim Wahlauftakt der ÖVP in Linz zur Wahlwerbung politischer Mitbewerber. Er, Schüssel, fürchte, dass der Tiefpunkt dabei noch nicht erreicht sei. "Meine Bitte an euch ist:
Schlagen wir nicht mit den gleichen Mitteln zurück, aber wehren wir uns gemeinsam", so Schüssel zu den rund 3.600 Gästen. ****

Wenn heute der Wiener Bürgermeister und SPÖ-Vizechef Michael Häupl - bekannt für seine, wie man in Wien sage, "tiefen Töne" - dem Innenminister vorwerfe, dieser habe seine christlichen Werte verraten, müsse man Häupl antworten: "Erinnern Sie sich, Herr Bürgermeister, dass Sie die Verpflichtung übernommen haben, 500 Flüchtlinge aufzunehmen, die Sie nicht aufgenommen haben. Suchen Sie zuerst den Splitter im eigenen Auge, bevor sie daran denken, anderen weise Ratschläge zu geben", so Schüssel.

Die Linie der Volkspartei in der Asylfrage sei klar. "Jeder Flüchtling, der wirklich verfolgt wird, hat bei uns Platz. Herbergssuche gab es nicht nur vor 2000 Jahren, sondern es gibt sie auch heute", so der ÖVP-Chef. Aber es bestehe ein ganz großer Unterschied, wenn jemand einfach nur den Arbeitsplatz oder den Aufenthaltsort wechseln wolle. Kein einziges europäisches Land könne hier eine alle zufriedenstellende Lösung anbieten. Um aber Flüchtlinge wirklich beherbergen zu können, müsse man genau zwischen Flüchtlingen und Wirtschafts-Migranten unterscheiden - "genau das macht Ernst Strasser. Und wir sind voll an seiner Seite", betonte Schüssel.

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