Schüssel: Nationalfeiertag in den Dienst der Bürgergesellschaft stellen

Erstmalige Verleihung des neuen Bundesehrenzeichens

Wien (OTS) Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer überreichten heute erstmals das neu geschaffene Bundesehrenzeichen für Verdienste um ehrenamtliche und unentgeltliche Leistungen. Der Bundeskanzler unterstrich in seiner Ansprache die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Schüssel: "Nicht der Staat sondern das Engagement der vielen Ehrenamtlichen haben Österreich zu dem gemacht, worauf wir heute gemeinsam stolz sein können. Sie alle haben dazu beigetragen, dass niemand, dem es schlecht geht, zurückgelassen wird. Wir können stolz auf die Leistung der Aufbaugesellschaft sein und dankbar all jenen gegenüber, die täglich daran mitwirken, Österreich schön, sicher, lebens- und liebenswert zu machen. Wir danken den heute Ausgezeichneten für ihre außergewöhnlichen Leistungen. Ich möchte aber auch all jenen danken, die heute nicht hier sind und ehrenamtlich in der Kultur- und Nachbarschaftsarbeit, in der Hospiz- und Behindertenbetreuung, bei den Feuerwehren und im Rettungswesen, bei Selbsthilfevereinen, Auslandshilfsaktionen, in der Kinder- und Jugendbetreuung, in der Pflege von Kriegsgräbern, bei Vertriebenenverbänden, in der Volkskultur, in Brauchtumsvereinen, im Sport, bei den alpinen Vereinen, den Tourismusvereinen und den unzähligen anderen Einrichtungen mitwirken. Sie alle tragen zum Ruf Österreichs als offene Gesellschaft bei. Ihnen zu Ehren möchten wir den Nationalfeiertag in den Dienst der Bürgergesellschaft stellen."

Der Bundeskanzler hob nicht nur das breite ehrenamtliche Engagement in Österreich hervor, sondern dankte auch für die hohe Spendenbereitschaft. So konnten alleine im Jahr 2000 über 500 Millionen € für die unterschiedlichsten sozialen Zwecke und Hilfsmaßnahmen gesammelt werden. Schüssel: "Wir Österreicher sind Spendenweltmeister. Das ist ermutigend."

Das vom Designer Ing. Mag. Dietmar Valentinitsch entworfene Ehrenzeichen wurde im Rahmen des Festaktes im Wiener Konzerthaus an 267 Frauen und Männer überreicht. Dieses Jahr wurden schwerpunktmäßig Menschen geehrt , die während und nach der Hochwasserkatastrophe wesentlich zur Ersthilfe, zur Betreuung der Hochwasseropfer und zu den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten beigetragen haben.

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