ÖGB-Schmölz: Regierung brüstet sich mit Scheinverhandlungen zu Pensionen

Österreichischer Seniorenrat wurde nicht eingeladen

Wien (ÖGB). "Die von Kanzler Schüssel gerühmten Verhandlungen mit SeniorenvertreterInnen sind ein Skandal. Denn weder wurde der österreichische Seniorenrat dazu eingeladen, noch haben alle Verbände der Pensionsanpassung zugestimmt", erklärte Johann Schmölz, Vorsitzender der ÖGB-PensionistInnen zu den heutigen Aussagen des Bundeskanzlers. "Die Bundesregierung lässt die demokratisch gewählten VertreterInnen vieler Tausender PensionistInnen außen vor - daran zeigt sich ihr Demokratieverständnis!", so Schmölz.++++

"Die Scheinverhandlungen sind eine Bestätigung dafür, dass die Pensionsanpassung nur ein Wahlgag des Kanzlers ist", sagte Schmölz. "Der Pensionsraub der vergangenen Jahre geht mit der Anpassung für 2003 weiter, den älteren Menschen wurden Millionenbeträge vorenthalten", so Schmölz.

Die ÖGB-PensionistInnen als einziger überparteilicher Seniorenverband sehen in der Einmalzahlung ein reines Blendwerk, um die ältere Generation in Vorwahlzeiten die unsozialen Maßnahmen der Regierung vergessen zu machen. "In diese Kategorie fallen auch die Aussagen des Kanzlers von einem 'materiellen Dankeschön an die Aufbaugeneration'. Würde er dieser Generation wirklichen Respekt zollen, so müsste er die finanziellen Belastungen der vergangenen zwei Jahre aufheben", so Schmölz abschließend.

ÖGB, 26. Oktober 2002 Nr. 814

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