Gesäuse: Umweltdachverband freut sich über Nationalpark-Startvariante

Vision bleibt jedoch eine Nationalpark-Ausweitung im Bereich der Haller Mauern, des Warschenecks und des Toten Gebirges!

Wien (OTS) - Der Umweltdachverband und alle Naturschützer freuen sich über den sechsten österreichischen Nationalpark, der heute aus der Taufe gehoben wird. Die vorerst feststehende Nationalpark-Fläche von rund 12.500 Hektar stellt für den Umweltdachverband jedoch nur eine Startvariante dar. Mittelfristig muss eine Ausweitung des Nationalparks Gesäuse im Bereich der Haller Mauern und damit ein Zusammenwachsen mit dem Nationalpark OÖ Kalkalpen erfolgen. Langfristig hält der Umweltdachverband an der bereits 1997 formulierten Vision eines bundesländerübergreifenden Nationalparks auch im Warscheneck-Gebiet sowie im Toten Gebirge fest. "Das Ziel der Naturschützer heißt damit: Ein bis zu 90.000 Hektar großer vom Gesäuse bis zum Toten Gebirge reichender Nationalpark Österreichische Kalkalpen", sagt Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

Dank an die Naturschützer in der Gesäuse-Region

Dank gilt am Tag der Vertragsunterzeichnung vor allem jenen, die zum Teil schon vor Jahrzehnten dafür gesorgt haben, dass das Gesäuse überhaupt noch nationalpark-würdig ist: So hat die "Plattform zum Schutz des Gesäuses" 1989 nach langen Auseinandersetzungen den drohenden Bau eines Kraftwerkes im Bereich Gesäuse-Eingang und damit die Ausleitung des Ennswassers abwenden können. Mit viel Informations- und Überzeugungsarbeit haben sich in den letzten Jahren vor allem die Alpinvereine Alpenverein und Naturfreunde sowie der Naturschutzbund für die Nationalpark-Idee engagiert. "Unser unermüdlicher Einsatz für den Nationalpark Gesäuse hat sich gelohnt", so Maier. Denn der Umweltdachverband und seine Mitgliedsorganisationen haben fünf Jahre lang mit Kompetenz und Zähigkeit für dieses wichtige Naturschutz- und Regionalentwicklungsprojekt gearbeitet - wie in den Jahren zuvor schon für die Nationalparks Donau-Auen, Kalkalpen und Thayatal.

Arbeit muss zügig weitergehen

Trotz des heutigen Freudentages gibt es keinen Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. In den kommenden Wochen müssen zügig die nächsten Realisierungsschritte für den Nationalpark folgen:

  • Installierung der Nationalpark-Gesellschaft und Bestellung eines Geschäftsführers
  • Ausarbeitung der genauen Nationalpark-Zonierung
  • Erarbeitung der Managementpläne
  • Ansuchen um internationale Anerkennung durch die Weltnaturschutz-Union IUCN

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband
Mag. Franz Maier, Geschäftsführer
Tel. 0664/335 95 32
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 01/40 113-21
sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
Homepage: http://www.umweltdachverband.

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