Wiener Gemeinderat/Ellensohn: Grüne gegen überhöhte Mahngebühren von Wiener Wohnen

Grüne beantragen im heutigen Wiener Gemeinderat die Herabsetzung überhöhter Mahngebühren für GemeindemieterInnen.

Wien (Grüne) - "Wiener Wohnen rühmt sich in zahlreichen Publikationen, die größte Hausverwaltung Europas zu sein. Eigentlich müssten sie gleich noch dazusagen, dass sie auch zu den teuersten zählen", ärgert sich der Wohnbausprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn.

Die Wiener Grünen kritisieren, dass seit einiger Zeit Wiener Wohnen von GemeindemieterInnen bei jeder Mahnung eine Gebühr von bis zu 18,50 Euro (256,- ATS) einhebt. Dieser Betrag liegt weit über den Mahngebühren, die normalerweise von privaten Hausverwaltungen gefordert werden. Begründet wird das mit internen Kosten, die eine Mahnung der städtischen Hausverwaltung verursacht. "Sollte diese Begründung zutreffen, so stellt sich insgesamt die Frage nach der Effizienz dieses Riesenapparates", so Ellensohn.

Ellensohn: "Der Zweck von Wiener Wohnen ist es, modernen Wohnraum für ökonomisch Benachteiligte bereits zu stellen. Aber gerade diese Personen sind massiv von der überhöhten Mahngebühr betroffen: Wiener Wohnen mahnt schon am 5. eines jeden Kalendermonats, aber Lohn, Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe werden aber oft erst viel später ausbezahlt. Für viele Menschen in unserer Stadt bedeuten diese Mahngebühren eine zusätzliche und absolut unnötige monatliche Belastung. Hier ist eine Rückbesinnung auf den Unternehmenszweck dieser Verwaltung von Sozialwohnungen dringend nötig."

"Die Wiener Grünen fordern daher in der heutigen Sitzung des Gemeinderats vom zuständigen Stadtrat Faymann, dass Wiener Wohnen die Mahngebühren auf maximal 4 Euro pro Mahnung senkt und säumige MieterInnen generell erst nach Mitte des jeweiligen Monats an ausständige Zahlungen erinnert", schließt Ellensohn.

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