Südgürtel: Instandsetzung der Unterführungen abgeschlossen

Trotz komplexer Arbeiten termingemäß - Deutliche Verbesserungen für Anrainer und Verkehrsteilnehmer

Wien (OTS) - Auf dem Südgürtel (4./5. Bezirk) werden die überaus komplexen Instandsetzungsarbeiten an den Unterführungen Südtiroler Platz (erbaut 1958/59) und Matzleinsdorfer Platz (errichtet 1951/52) mit Freitag, den 25. Oktober, und damit termingemäß, abgeschlossen sein. Die umfangreichen Arbeiten unter der Federführung der MA 29 -Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) bringen deutliche Verbesserungen für die Anrainer (Lärmschutz) und die Verkehrsteilnehmer (Beleuchtung, Verkehrsführung) mit sich. Zum Grundsätzlichen der Leiter der Gruppe "Erhaltung der Hauptstraßen B" (vormalige Bundesstraßen) in der MA 29, TOAR Ing. Anton Schön: "Die MA 29 ist als Fachdienststelle für den konstruktiven Ingenieurbau immer bemüht, im Rahmen von umfangreichen Instandsetzungen alle erforderlichen Arbeiten im Nahbereich der Baustelle mitzumachen beziehungsweise zu koordinieren, wie etwa Belagsarbeiten, Kanalbau, Einbautenumlegungen. Beim gegenständlichen Vorhaben konnten eine wesentliche Erhöhung der Verkehrssicherheit und des Befahrungskomforts durch ein ausgeklügeltes Gesamtkonzept von Beleuchtung, Farbgestaltung und Verkehrsführung erreicht werden. Nicht zu vergessen die Lärmminderung für die Anrainer durch schalldämmende Maßnahmen".

Was die angeführten Punkte betrifft, so wurden leistungsstärkere und optimal verteilte Lichtsysteme installiert, die Farbgestaltung ging zu einer aufhellenden Tunnelbeschichtung, die gleichzeitig einen Betonschutz bildet, über, und die Verkehrsführung wird durch Schrammbordsysteme mit rot und weiß leuchtenden Reflektoren verbessert. Zudem werden die Unterführungen leiser: Durch die Montage von "hochabsorbierenden" Lärmschutzpaneelen zwischen Vorsatzschale (Spritzschutz auf dem unteren Teil der Tunnelwand) und Gesimse wird der Straßenverkehrslärm reduziert. Für das Auge werden die Unterführungen durch ein zeitgemäßes freundliches Design der Wandverkleidungen und der neuen Brückengeländer aufgewertet.

Dass alle Arbeiten unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs auf zumindest einer Spur je Richtung bewältigt werden mussten - und damit zum Teil auf engstem Raum - war dabei wesentliche Vorgabe. Seitens der örtlichen Bauleitung der MA 29 ergänzt dazu Ing. Erich Zsifkovits: "Die Bauarbeiten wurden so kompakt und konzentriert abgewickelt, dass mehr als einmal die Grenzen von Mensch und Gerät erreicht wurden. Ein Arbeitsvolumen, das etwa dem Neubau einer Donaukanalbrücke entsprechen würde, konnte in knapp vier Monaten unter schwierigsten Verkehrs- und Arbeitsbedingungen bewältigt werden". Die Hauptarbeiten führte die Firma Junger, Irdning, durch (Anmerkung der Redaktion).

Nochmals eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Arbeitsschritte in den beiden Unterführungen:

o Südtiroler Platz (4. Bezirk): Im Zuge der
Instandsetzungsarbeiten wurden Randbalken und Geländer erneuert. Die durch Streusalz geschädigten Sichtflächen der Stützmauern und der Unterführung wurden überarbeitet und mit Lärmschutzpaneelen versehen. Weiters wurde das (bestehende) Entwässerungssystem durch das Einziehen eines "Inliners" wieder voll funktionsfähig gemacht. Die südliche Abschlusswand der Unterführung bildet zugleich die Trennwand zum unterirdisch verlaufenden Straßenbahnbereich der Wiener Linien und der Badner Bahn. Die alte Ziegel- bzw. Spritzbetonwand wurde nunmehr durch eine stabilere Stahlbetonwand ersetzt.
o Matzleinsdorfer Platz (5. Bezirk): Im Detail wurden bei den Baumaßnahmen drei Querfugen der 1958 hergestellten Platten der Eindeckung geschlossen. Die ebenfalls weitgehend durch
Streusalze geschädigten Sichtflächen der Stützmauern und der Unterführung wurden überarbeitet und mit Lärmschutzpaneelen verkleidet. Weiters wurde ein neues Entwässerungssystem mit Einbindung in den (bestehenden) querenden Kanal der MA 30 - Wien Kanal hergestellt.

Generell hatten die laufenden Überprüfungen der beiden Verkehrsbauwerke durch die Bauexperten der Stadt Wien ergeben, dass es an der Zeit war, auch an den Brückenwiderlagern und den Stützmauern umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Die Gesamtkosten für beide Unterführungen wurden mit rund 5,5 Millionen Euro (76 Millionen Schilling) veranschlagt.

Allgemeine Informationen:

o MA 29 - Wiener Brückenbau und Grundbau: http://www.wien.at/ma29/

(Schluss) pz

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