SPÖ-Neck-Schaukowitsch an VP-Hahn: "Pflegenotstand auf den Punkt gebracht"

Wien (SPW-K) - "VP-Gesundheitssprecher Hahn sollte sich mehr an
der Realität orientieren, anstatt praxisferne Ratschläge zu geben. Empfehlenswert wäre etwa ein Besuch im Ausbildungszentrum der Caritas. Dort wurde auch unlängst Bundeskanzler Schüssel mit der Tatsache konfrontiert, dass zwar Menschen in Pflegeberufen ausgebildet werden, die eine Aufenthaltsbewilligung, nicht jedoch eine Arbeitsgenehmigung haben. Wir bilden also Menschen in Pflegeberufen aus, die nachher nicht arbeiten dürfen", reagiert heute SPÖ-Gemeinderätin Dr. Elisabeth Neck-Schaukowitsch auf Hahns Anschuldigungen zum Pflegenotstand in Wien. Es sei bezeichnend, so Neck-Schaukowitsch weiter, dass die Caritas-Mitarbeiter bei dem Schüssel-Besuch im letzten Monat mit der lapidaren Begründung abgespeist wurden, dass die ÖVP mit dem Koalitionspartner FPÖ eben Kompromisse schließen müsse. ****

Neck-Schaukowitsch erinnerte daran, dass die Stadt Wien seit längerem auf die besondere Situation im Pflegebereich aufmerksam gemacht hat: "Bereits vor einem Jahr haben wir auf die chaotischen Zuwanderungspläne der Bundesregierung hingewiesen und vor den sich daraus ergebenen Problemen im Pflegebereich gewarnt. ZuwanderInnen sind fixer Bestandteil des Wiener Lebens und wir brauchen sie dringend im Pflegebereich." Mehr als 65 Prozent des Pflegepersonals sind nicht in Österreich geboren, von den über 12.300 PflegerInnen in Wien besitzen 11,2 Prozent nicht die österreichische Staatsbürgerschaft. "Wenn wir unser hohes Pflegeniveau halten wollen, brauche wir entsprechende Unterstützung durch ausländisches Pflegepersonal. Daher dürfen wir gerade im Pflegebereich den Zuzug nicht mit willkürlich gesetzten Maßnahmen einschränkten."

Die Stadt Wien hat Österreich weit die meisten Ausbildungsplätze im Pflegebereich und übernimmt damit auch die Ausbildungsverpflichtung für die Bundesländer, wo in den letzten Jahren immer mehr Pflegeschulen geschlossen worden sind. "Auch die Möglichkeit, im zweiten Bildungsweg die Ausbildung zu erhalten, forciert Wien viel stärker noch als die Bundesländern", so Neck-Schaukowitsch abschließend. (Schluss)

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