Verzetnitsch: "ÖIAG sollte Wahlkampfthema sein!"

Strategisches Eigentum ist wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich

Wien (ÖGB). "Der Ausverkauf der ÖIAG sollte zu einem Wahlkampfthema werden", meint ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch anlässlich der Präsentation des Buches "Strategisches Eigentum für Österreichs Zukunft". "Leider findet dieses Thema im Bewusstsein der Bevölkerung kaum statt." ++++

Doch strategisches Eigentum könne ein nachhaltiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs sein. Davon würden in großem Maße auch Klein- und Mittelbetriebe profitieren. Aus diesem Grund sei der ÖGB, der die wirtschafts-politische Komponente im Auge habe, auch gegen den weiteren Ausverkauf der ÖIAG.

Zwischen den öffentlichen Aussagen der Regierung und der Realität klaffe eine große Kluft, so der ÖGB-Präsident. Es werde zwar von Privatisierung gesprochen, tatsächlich gehe es aber schlicht und einfach um einen Schuldenabbau. Die Auseinandersetzung dürfe aber nicht unter einer ideologischen Brille erfolgen, sondern nach den Kriterien der Zweckmäßigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit für Österreichs Wirtschaft. Durch die Sicherung strategischen Eigentums könne der Wohlstand des gesamten Landes gesichert werden. Denn in der globalen Wirtschaft fallen die Entscheidungen immer dort, wo die Konzerne ihre Zentralen haben. Auch die Koordination von Forschung & Entwicklung gehe verloren, wenn die Forschungszentren ins Ausland abwandern.

Verzetnitsch fordert in diesem Zusammenhang außerdem die Konzentration der Kompetenzen für Forschung & Entwicklung in ein Ministerium. Derzeit sind diese Aktivitäten auf vier Ministerien aufgesplittert, was in der Praxis zu einer inakzeptablen langen Abwicklung der Vorhaben geführt hat.

ÖGB, 24. Oktober 2002
Nr. 812

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