Schwemlein fordert bessere Arbeitsbedingungen in der Tourismusbranche

Wien (SK) "Um dem Tourismus ein positives Image zu geben,
muss man für die Mitarbeiter attraktive Arbeitsbedingungen schaffen", betonte SPÖ-Freizeit- und Tourismussprecher Emmerich Schwemlein im Rahmen eines Pressegesprächs über die Zukunft des österreichischen Tourismus am Donnerstag. "Im Katalog, sprich durch Werbung allein, wird diese Imagekorrektur nicht zu bewerkstelligen sein, da bedarf es schon einer Veränderung der realen Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Tourismusbranche", hob der SPÖ-Tourismussprecher - mit einem Seitenhieb auf Tourismusstaatssekretärin Rossmann - hervor. Um die unterdurchschnittlich schlechten Arbeitsbedingungen zu verbessern, welche zu der paradoxen Situation geführt haben, dass trotz der 30.000 Arbeitslosen in Österreich viele Lehrplätze im Tourismus nicht besetzt werden können, stellte Schwemlein konkrete Forderungen auf: Höhere Einkommen, berechenbare Arbeitszeiten, die Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen und mehr Karrierechancen für die im Tourismus Beschäftigten. Schwemlein setzte sich außerdem dafür ein, das mit 8.000 "äußerst hohe" Saisonierkontingent "runterzuschrauben".****

Als "besonderes Anliegen der SPÖ" nannte Schwemlein die Stärkung der Zwei- und Drei-Stern-Betriebe, "damit alle, also auch die weniger gut Verdienenden, sich ihren wohlverdienten Urlaub in österreichischen Hotel- und Gastgewerbebetrieben leisten können". Konkret solle dieses Ziel der Strukturfestigung nach den Vorstellungen Schwemleins durch die Strategie "Kooperation statt Selektion" verwirklicht werden, die ein unterstützendes Zusammenarbeiten zwischen den einzelnen Betrieben vorsehe. Harsche Kritik übte Schwemlein in diesem Zusammenhang an einer Aussage Rossmanns, wonach das Segment der Zwei- und Drei-Stern-Betriebe über kurz oder lang wegbrechen werde.

Die "Entzerrung der Ferienzeiten", welche eine über das Jahr verteilte Nachfrage in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft schaffen solle, stellt ein weiteres Anliegen Schwemleins dar. Die Chance, welche die "Herbstferien" zur Umsetzung dieses Ziels geboten habe, sei verspielt worden, bedauerte Schwemlein. Abgesehen von dem positiven Effekt, den die "Entzerrung der Ferienzeiten" auf die Tourismusbranche hätte, könnte man dadurch auch die Verkehrsüberlastungen auf Österreichs Straßen - während Ferienanfang und -ende - in den Griff bekommen, erörterte Schwemlein und schob in Sachen Verkehrüberlastung noch einen anderen Lösungsansatz nach:
Durch die Bündelung des Individualverkehrs, der u.a. durch gute Zubringer in die Tourismusgebiete und durch den Ausbau und die Förderung des Schienenverkehrs gewährleistet werden könne, werden die Tourismusgebiete entlastet, zeigte sich Schwemlein überzeugt. (Schluss)lm

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