Tancsits: Hausmeister wurden nicht abgeschafft

Lösung für Hausbesorger in Wiener Gemeindebauten hätte schon früher kommen können

Wien, 24. Oktober 2002 (ÖAAB-PD) Die Bundesregierung hat nicht die Hausbesorger abgeschafft, sondern ein Gesetz, das zu arbeitsrechtlichem Mißbrauch durch Vertretungsregelungen, die prekäre Arbeitsverhältnisse provozierten, geführt hat, sagte heute, Donnerstag, ÖAAB - Generalsekretär, Abg. z. NR, Mag. Walter Tancsits. Die Hausbesorger arbeiten heute zu ganz normalen Bedingungen wie jeder andere Angestellte auch. Von der Bildfläche verschwunden, wie der ORF es in seiner heutigen Onlinemeldung darstellt, sind sie dadurch keineswegs. ****

Dass in den Wiener Gemeindebauten bisher hunderte Hausbesorgerstellen nicht nachbesetzt werden konnten, liege nicht an den neuen arbeitsrechtlichen Bedingungen für Hausbesorger, sondern an einem Leiden, das typisch sei für die Gemeinde Wien: chronische Unflexibilität. Und so habe es eben mehr als zwei Jahre gedauert, bis man in Wien eine Regelung für Hausbesorger in Gemeindebauten gefunden habe. "Aber in Fragen des Arbeitsmarktes hinkt Wien dem übrigen Österreich ja in jeder Hinsicht hinterher - also mußten auch die potentiellen Kandidaten für Hausmeisterposten hier etwas länger auf ihren Arbeitsplatz warten."

"Im übrigen trauert man offenbar selbst in der Gemeinde Wien dem alten Hausbesorgergesetz nicht allzusehr nach, was sich an der Tatsache zeigt, dass die billigen oder de facto Gratisdienstwohnungen für Hausbesorger von der neu gegründeten Hausbesorgerfirma nicht angeboten werden", sagte Tancsits.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Pressestelle
Tel.:(++43-1) 40143/217

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001