Fischer kritisiert inakzeptable Reaktion Schüssels auf Gusenbauer

Fischer hätte sich anderes Niveau erwartet - Gusenbauer-Ansage ist Regierungsansage

Wien (SK) Als "inakzeptabel" bezeichnete der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz die gestrige Reaktion von Kanzler Schüssel auf die Aussage von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer, wonach die SPÖ, sollte sie bei den Nationalratswahlen Zweiter werden, in Opposition bleiben wird. Er, Fischer, sei über die Ansage Gusenbauers nicht überrascht gewesen, denn er habe diese nicht als Oppositions-, sondern als Regierungsansage empfunden. Ziel der SPÖ sei es, bei den Wahlen den ersten Platz zu verteidigen, um damit die Chance zu erhalten, eine Regierung zu bilden und eine neue, andere und bessere Politik als die bisherige Regierung zu machen. Überrascht sei er jedoch über die "dünnhäutige und überzogene Reaktion" Schüssels gewesen, so der stv. SPÖ-Vorsitzende. ****

Wenn man bedenke, wie oft Schüssel erklärt habe, er wolle Erster werden, dann wundere es ihn, wenn Schüssel für den politischen Mitwerber, der bereits Erster sei und Erster bleiben wolle, einen "King Kong"-Vergleich brauche und dazu eine "kreischende Stimme" erfinde. "Das ist wirklich daneben gegangen, Herr Doktor Schüssel", so Fischer in Richtung Schüssel. Fischer hätte sich "schon eine Reaktion auf einem anderen Niveau" auf eine Ansage erwartet, die Schüssel selbst schon mehrfach getätigt habe, aber bei viel geringeren Chancen, als sie Gusenbauer jetzt habe. Für den stv. SPÖ-Vorsitzenden ist die dünnhäutige Reaktion Schüssels jedoch auch ein "ganz gutes Indiz für die Wähler, wie die Dinge liegen". Denn so, wie Schüssel reagiert habe, "reagiert nur jemand, der seine Felle davonschwimmen sieht", hielt Fischer fest. (Schluss)ps

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