Wie 007-Agent Pierce Brosnan den Motor abwürgt / Der James-Bond-Darsteller über private Schicksalsschläge, neues Vaterglück und die Probleme des Alltags

Stuttgart (OTS) - Er ist der Held schöner Frauen und der Freund schneller Autos. Aber im Privatleben passt die Rolle von James Bond gar nicht zu Pierce Brosnan. In einem Interview mit dem Magazin Reader's Digest (November-Ausgabe) offenbart der 49-jährige Schauspieler jetzt erstmals ungewohnte Schwächen. "Ich verdiene gutes Geld und genieße das auch, aber ich war schon oft so gut wie pleite." In diesem Monat läuft der neue Bond-Film in den Kinos an. Titel: "Die Another Day" ("Stirb an einem anderen Tag").

Es ist der vierte Streifen, in dem Brosnan den Geheimagenten 007 spielt. Und er fühlt sich wohl in dieser Aufgabe: "Ich bin mit James Bond-Filmen aufgewachsen. Die Rolle liegt mir einfach." Doch abseits der Kameras erkennt man den Frauenschwarm kaum wieder. "Ich bin nicht dieser Macho. Ich denke, es wäre ziemlich lustig, mich mal einen Tag lang zu beobachten. Wirklich, ich bin alles andere als Bond", berichtet Brosnan in dem Interview und erzählt zum Beweis, wie er jüngst mit einem geliehenen Porsche vor einem Kiosk anhielt, um Kaugummis und Zigaretten zu kaufen. "Gerade habe ich ein paar Fremde gegrüßt, die mich für James Bond halten, will mich lässig in den Wagen setzen und losfahren - und würge den Motor ab."

Was viele Fans nicht wissen: Der ansonsten so coole Brosnan hat eine schwere Kindheit hinter sich. Seine Eltern trennten sich, als er noch ein Baby war. Der Vater, ein Zimmermann, kümmerte sich fast 30 Jahre nicht um den Sohn. Und die Mutter ließ das Kind bei Verwandten zurück, um in London eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Erst mit elf Jahren durfte er von Irland nach Großbritannien nachkommen - und sah als seinen ersten Farbfilm den Bond-Klassiker "Goldfinger". Ab diesem Moment wollte Pierce Brosnan nur noch Schauspieler werden. Er brach die Schule ab, heuerte als Feuerschlucker bei einem Zirkus an und gab schließlich 1976 in London sein Debüt als Schauspieler.

1991 dann ein erneuter Schicksalsschlag: Seine erste Frau, die australische Schauspielerin Cassandra Harris, die ihm den Kontakt zu den Produzenten der Bond-Filme verschafft hatte, starb an Krebs. Plötzlich stand Brosnan als allein erziehender Vater mit drei Kindern da: zwei aus der ersten Ehe seiner Frau, dazu der gemeinsame Sohn Sean. 1994 lernte er schließlich die Fernsehjournalistin Keely Shaye Smith kennen. Mit ihr hat er mittlerweile zwei Kinder: den fünfjährigen Dylan und den 20 Monate alten Paris. Und um diese Familie kümmert sich Brosnan, der in Malibu im Norden von Los Angeles lebt, so oft er nur kann. "Ich möchte einfach für meine Kinder da sein, weil man Vater für mich nicht da war", sagt der private 007:
"Meine Kinder sollen Liebe erfahren, solange sie jung sind, um zu wissen, was Liebe wirklich bedeutet."

Nicht von ungefähr engagiert sich Brosnan deshalb zusammen mit seiner Frau für Umweltthemen und Gesundheitsvorsorge für Kinder. "Ich möchte, dass meine Kinder noch sauberes Wasser trinken, saubere Luft atmen und an einem sicheren Ort leben können", begründet seine Frau Keely Shaye Smith im Interview mit Reader's Digest ihr gemeinsames wohltätiges Engagement. Müsste er sich entscheiden, ob er gegen das Böse kämpfen oder lieber zu Hause bleiben möchte, würde der Ehemann daheim bleiben, malen und Tomaten ernten. Aber so ganz kann und will der Superstar dann doch nicht auf die Schauspielerei verzichten. "Man hat mir gesagt, die Rolle gehört mir, so lange ich sie will. Ja, ich würde gerne noch einen drehen", verrät Brosnan seine Wünsche nach einem fünften Bond-Film, in dem er die Hauptrolle spielt.

Für nähere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die November-Ausgabe von Reader's Digest ist ab 28. Oktober an zentralen Kiosken erhältlich.

Pressemitteilung zum Download:
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ots Originaltext: Reader's Digest Deutschland

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